Sterben, Tod und Trauer wirken auf den ersten Blick wie individuelle Problemlagen, ihre Verarbeitung ist jedoch eine gesellschaftliche Aufgabe. Aus thanato(sozio)logischer Sicht ist die Art und Weise, wie Menschen mit dem Lebensende umgehen, ein Indikator für den sozialen Wandel, der sich in diesem Bereich aktuell in die Richtung der Individualisierung bewegt. Diese Entwicklung wird angesichts der Delokalisierung, d. h. der zunehmenden Irrelevanz des toten Körpers, sowie im Lichte der Digitalisierung, der Verlagerung todesbezogener Kommunikationen in virtuelle Räume, vor dem Hintergrund empirischer Feldforschung nachgezeichnet.

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Neue Räume, zweite Körper und das digitale Schattenleben. Soziale Metamorphosen des Lebensendes

  • Thorsten Benkel

摘要

Sterben, Tod und Trauer wirken auf den ersten Blick wie individuelle Problemlagen, ihre Verarbeitung ist jedoch eine gesellschaftliche Aufgabe. Aus thanato(sozio)logischer Sicht ist die Art und Weise, wie Menschen mit dem Lebensende umgehen, ein Indikator für den sozialen Wandel, der sich in diesem Bereich aktuell in die Richtung der Individualisierung bewegt. Diese Entwicklung wird angesichts der Delokalisierung, d. h. der zunehmenden Irrelevanz des toten Körpers, sowie im Lichte der Digitalisierung, der Verlagerung todesbezogener Kommunikationen in virtuelle Räume, vor dem Hintergrund empirischer Feldforschung nachgezeichnet.