Verliebt in ein romantisiertes Ungleichheitssystem?
摘要
Die romantische Liebe erscheint auf den ersten Blick als eine zutiefst individuelle Erfahrung – eine emotionale Begegnung zwischen zwei Menschen, die frei von äußeren Zwängen auf gegenseitiger Zuneigung beruht. Doch die vorliegende Arbeit hat gezeigt, dass Liebe kein isoliertes, autonomes Gefühl und keine rein individuelle Aushandlungspraxis ist, sondern tief in gesellschaftlichen Machtverhältnissen verankert bleibt. Kapitalismus und Patriarchat prägen die Vorstellungen romantischer Liebe, beeinflussen die Partner*innenwahl und steuern emotionale Dynamiken.