Einleitung
摘要
Die Elektrotechnik als Ingenieurswissenschaft wird neben der Physik als Naturwissenschaft als eines der schwierigsten Fachthemen betrachtet. Elektroingenieure oder -fachleute werden von ihren Kollegen aus den anderen Fakultäten oft mit scheelen Augen betrachtet, wenn sie „wieder mal abheben“, wie es dann so ein bisschen spöttisch heißt. Der hauptsächliche Grund für diese Distanz liegt darin, dass man im Gegensatz zu anderen Ingenieurs- oder Naturwissenschaften in der Elektrotechnik wenig greifbares sehen bzw. erkennen kann. Das Getriebe eines Fahrzeuges ist einfach, da drehen sich ein paar Zahnräder mit verschiedenen Zahnzahlen auf dem Umfang, die mit Wellen verbunden sind und über Hebel verschoben werden usw. Man kann etwas sehen, hören, anfassen. In der Elektrotechnik kann man das nicht. Man spürt die Elektrotechnik, wenn aus der elektrischen Leistung etwas anderes abgeleitet wird oder wenn man unversehens Teil eines elektrischen Stromkreises wird und fürchterlich „einen gescheuert“ bekommt. Man kann dem Leiterstück vorher aber nicht ansehen, ob es gefährlich ist oder nicht. Die Kunst in der Elektrotechnik besteht darin, sich bildhafte Vorstellungen dessen zu schaffen, was da gerade passiert in dem Bauteil. Der Techniker bedient sich hierfür meistens der Mittel der Mathematik, um das zu beschreiben, was da passiert. Aber damit versucht man, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, weil viele Menschen damit überfordert sind, alles was über das Zusammenzählen von drei und vier Äpfeln hinausgeht, zu BEGREIFEN. Das ist in keinem Fall abwertend gemeint, mathematisches Verständnis ist so ähnlich wie musikalisches oder bildhauerisches Talent, das eine Gehirn schafft es und das andere nicht. Da Elektrotechnik im Prinzip aber kein Druidenwissen ist und auch nicht den Anspruch haben soll, Druidenwissen zu sein, verfolge ich mit diesem Buch zwei Ziele: Zum Einen stelle ich nur die WESENTLICHEN Regeln der Elektrotechnik dar, zum Andern verwende ich für die Darstellung Bilder aus dem allgemeinen Leben. Man wird zwar, anders als der Titel lautet, nicht in einer halben Stunde alle Details des Buches verstanden haben, aber man steht nicht vor einem Regalmeter Bücher, aus denen man erst mal das richtige Kapitel raussuchen muss, um einen Zusammenhang zu begreifen.