Der Gesetzgeber hat sich in Österreich aus der Lohnpolitik weitgehend zurückgezogen und diese Aufgabe den Sozialpartnern übertragen. Dabei werden die Interessen der Arbeitnehmer*innen von den Gewerkschaften und Arbeiterkammern und die Interessen der Arbeitgeber*innen von den Wirtschaftskammern vertreten. Die so bezeichnete Sozialpartnerschaft gilt weit über Österreichs Grenzen hinaus als Erfolgsmodell. Ergebnis der Lohnpolitik der Sozialpartner sind die Kollektivverträge. Die Kollektivverträge bilden den Rahmen für die betrieblichen Entlohnungssysteme. Fragestellung ist, ob die vom Gesetzgeber geschaffenen Grundlagen für die Sozialpartnerschaft und die Politik ihrer Akteure tatsächlich die Interessen ihrer Anspruchsgruppen abgleichen können: Kann die Politik der Gewerkschaften und der Arbeiterkammern einen entsprechenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, kann die Wirtschaftskammer mit ihrer Lohnpolitik den Rahmen für eine prosperierende, im internationalen Wettbewerb erfolgreiche Wirtschaft schaffen. Letztlich auch die Fragestellung, ob eine „Benya-Formel“ aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts als „Algorithmus für die jährlichen Lohnverhandlungen“ die Verbindung zur Zukunft der österreichischen Lohnpolitik ist.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Die Akteure der gesamtwirtschaftlichen Entlohnungspolitik in Österreich

  • Franz Meusburger

摘要

Der Gesetzgeber hat sich in Österreich aus der Lohnpolitik weitgehend zurückgezogen und diese Aufgabe den Sozialpartnern übertragen. Dabei werden die Interessen der Arbeitnehmer*innen von den Gewerkschaften und Arbeiterkammern und die Interessen der Arbeitgeber*innen von den Wirtschaftskammern vertreten. Die so bezeichnete Sozialpartnerschaft gilt weit über Österreichs Grenzen hinaus als Erfolgsmodell. Ergebnis der Lohnpolitik der Sozialpartner sind die Kollektivverträge. Die Kollektivverträge bilden den Rahmen für die betrieblichen Entlohnungssysteme. Fragestellung ist, ob die vom Gesetzgeber geschaffenen Grundlagen für die Sozialpartnerschaft und die Politik ihrer Akteure tatsächlich die Interessen ihrer Anspruchsgruppen abgleichen können: Kann die Politik der Gewerkschaften und der Arbeiterkammern einen entsprechenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, kann die Wirtschaftskammer mit ihrer Lohnpolitik den Rahmen für eine prosperierende, im internationalen Wettbewerb erfolgreiche Wirtschaft schaffen. Letztlich auch die Fragestellung, ob eine „Benya-Formel“ aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts als „Algorithmus für die jährlichen Lohnverhandlungen“ die Verbindung zur Zukunft der österreichischen Lohnpolitik ist.