Obwohl geflüchtete Arbeitnehmer:innen ihrem Unternehmen zahlreiche Vorteile bringen, sind sie gerade bei ihren ersten Schritten auf dem österreichischen Arbeitsmarkt mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, die auf einheimische Arbeitnehmer:innen nicht oder kaum zutreffen. Mit den richtigen Werkzeugen und entsprechendem Vorwissen können Arbeitgeber:innen aber zielgerichtet darauf reagieren und diese Herausforderungen in Chancen für geflüchtete Arbeitnehmer:innen und das gesamte Unternehmen wandeln. Vor der betrieblichen Integration steht die erfolgreiche Rekrutierung. Hier lohnt es sich, neben klassischen Formaten auf Kontakt zu den jeweiligen Communities und zu humanitären Vereinen zu setzen, die in der Regel gerne die Integration und Arbeitsaufnahme ihrer Mitglieder unterstützen. Eine Studie der Karl‐Franzens‐Universität Graz zeigt, wie Geflüchtete der Fluchtbewegung 2015 vorrangig Arbeit fanden: Nach dem Arbeitsmarktservice AMS spielen soziale Netze in Österreich eine wichtige Rolle (Ortlieb & Weiss, 2019). Zusätzlich zur eigenen Community sind dies häufig zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine und Sprachcafés, die für Vernetzung und Austausch sorgen. Für Arbeitgeber:innen, die Flüchtlinge einstellen wollen, empfiehlt es sich, mit solchen Initiativen, aber auch mit spezifischen Jobmessen und Online‐Plattformen zu kooperieren. Häufig unterstützen diese auch im Bewerbungsprozess und beim Onboarding.

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Rekrutierung und Onboarding geflüchteter Mitarbeiter:innen

  • Judith Kohlenberger

摘要

Obwohl geflüchtete Arbeitnehmer:innen ihrem Unternehmen zahlreiche Vorteile bringen, sind sie gerade bei ihren ersten Schritten auf dem österreichischen Arbeitsmarkt mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, die auf einheimische Arbeitnehmer:innen nicht oder kaum zutreffen. Mit den richtigen Werkzeugen und entsprechendem Vorwissen können Arbeitgeber:innen aber zielgerichtet darauf reagieren und diese Herausforderungen in Chancen für geflüchtete Arbeitnehmer:innen und das gesamte Unternehmen wandeln. Vor der betrieblichen Integration steht die erfolgreiche Rekrutierung. Hier lohnt es sich, neben klassischen Formaten auf Kontakt zu den jeweiligen Communities und zu humanitären Vereinen zu setzen, die in der Regel gerne die Integration und Arbeitsaufnahme ihrer Mitglieder unterstützen. Eine Studie der Karl‐Franzens‐Universität Graz zeigt, wie Geflüchtete der Fluchtbewegung 2015 vorrangig Arbeit fanden: Nach dem Arbeitsmarktservice AMS spielen soziale Netze in Österreich eine wichtige Rolle (Ortlieb & Weiss, 2019). Zusätzlich zur eigenen Community sind dies häufig zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine und Sprachcafés, die für Vernetzung und Austausch sorgen. Für Arbeitgeber:innen, die Flüchtlinge einstellen wollen, empfiehlt es sich, mit solchen Initiativen, aber auch mit spezifischen Jobmessen und Online‐Plattformen zu kooperieren. Häufig unterstützen diese auch im Bewerbungsprozess und beim Onboarding.