Dieses Kapitel argumentiert, dass wir, wenn nur die Gegenwart existiert, niemals mit anderen existierenden Objekten oder Personen interagieren können – eine Schlussfolgerung, die aus einer lebensweltlichen Perspektive sehr problematisch ist. Das basale Argument ist, dass Ursachen ihren Wirkungen zeitlich vorausgehen und Interaktion kausale Einwirkung erfordert. Mögliche Auswege aus dieser Schlussfolgerung auf Basis des Ansatzes einer ausgedehnten Gegenwart werden diskutiert, erweisen sich jedoch als unzureichend. Im Gegensatz dazu wird gezeigt, dass die Kombination der „Stack-Theory“ der personalen Identität aus Kapitel 5 mit der Existenz der Vergangenheit ein Bild zeichnen kann, in der es reale, ontologische menschliche Interaktion gibt, die zu unserer Lebenswelt passt.

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Die Gegenwart ist unfassbar einsam

  • Benjamin Andrae

摘要

Dieses Kapitel argumentiert, dass wir, wenn nur die Gegenwart existiert, niemals mit anderen existierenden Objekten oder Personen interagieren können – eine Schlussfolgerung, die aus einer lebensweltlichen Perspektive sehr problematisch ist. Das basale Argument ist, dass Ursachen ihren Wirkungen zeitlich vorausgehen und Interaktion kausale Einwirkung erfordert. Mögliche Auswege aus dieser Schlussfolgerung auf Basis des Ansatzes einer ausgedehnten Gegenwart werden diskutiert, erweisen sich jedoch als unzureichend. Im Gegensatz dazu wird gezeigt, dass die Kombination der „Stack-Theory“ der personalen Identität aus Kapitel 5 mit der Existenz der Vergangenheit ein Bild zeichnen kann, in der es reale, ontologische menschliche Interaktion gibt, die zu unserer Lebenswelt passt.