Dieses Kapitel argumentiert, dass die Existenz der Vergangenheit die Gegenwart stützt und stabilisiert und es dadurch auch einfacher macht, die Gegenwart zu verstehen. Platons „Eleatisches Prinzip“ – zusammen mit der Idee, dass die Vergangenheit die Gegenwart kausal beeinflusst – wird als Argument für die Schlussfolgerung dieses Kapitels herangezogen. Dabei wird auch argumentiert, dass es trotz ungebrochener Kausalketten leicht möglich ist, dass Ereignisse in der ferneren Vergangenheit als Ursache gegenwärtiger Wirkungen angesehen werden – mithilfe eines Arguments, das mögliche Welten und „Knotenpunkte“ in der ferneren Vergangenheit betrachtet, die mit einem gegenwärtigen Zustand der Welt in vielen möglichen Welten verbunden sind. Der stabilisierende Einfluss der Vergangenheit kann im Hinblick auf unsere Lebenswelt als positiv empfunden werden, da wir dadurch nicht zu jedem Zeitpunkt die volle Last unserer Existenz tragen müssen. Vielmehr können wir – metaphorisch gesprochen – unsere gegenwärtige Existenz als die Spitze eines Zweiges verstehen, der an einem großen Baum wächst, der uns trägt und stützt.

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Dass es die Vergangenheit noch gibt, ist der Grundstein der Welt

  • Benjamin Andrae

摘要

Dieses Kapitel argumentiert, dass die Existenz der Vergangenheit die Gegenwart stützt und stabilisiert und es dadurch auch einfacher macht, die Gegenwart zu verstehen. Platons „Eleatisches Prinzip“ – zusammen mit der Idee, dass die Vergangenheit die Gegenwart kausal beeinflusst – wird als Argument für die Schlussfolgerung dieses Kapitels herangezogen. Dabei wird auch argumentiert, dass es trotz ungebrochener Kausalketten leicht möglich ist, dass Ereignisse in der ferneren Vergangenheit als Ursache gegenwärtiger Wirkungen angesehen werden – mithilfe eines Arguments, das mögliche Welten und „Knotenpunkte“ in der ferneren Vergangenheit betrachtet, die mit einem gegenwärtigen Zustand der Welt in vielen möglichen Welten verbunden sind. Der stabilisierende Einfluss der Vergangenheit kann im Hinblick auf unsere Lebenswelt als positiv empfunden werden, da wir dadurch nicht zu jedem Zeitpunkt die volle Last unserer Existenz tragen müssen. Vielmehr können wir – metaphorisch gesprochen – unsere gegenwärtige Existenz als die Spitze eines Zweiges verstehen, der an einem großen Baum wächst, der uns trägt und stützt.