Dieses Kapitel argumentiert, dass die Existenz der Vergangenheit die Angst vor dem Tod ein Stück weit lindern kann. Dazu wird untersucht, wie das Fortbestehen der Vergangenheit der Vorstellung widerspricht, geliebte Menschen würden mit dem Tod vollständig aus der Existenz gelöscht. Diese Denkweise kann auch das ontologische Problem des „continued bonds“-Ansatzes in der Trauerforschung lösen. Zudem ist die Angst vor dem eigenen Tod etwas geringer, wenn wir daran denken, dass wertvolle Momente in der Vergangenheit auch nach unserem Tod weiter existieren. Am Ende zeigt sich aber auch, dass der Tod immer noch ein Übel bleibt, wenn die Vergangenheit fortbesteht; da mit ihm immer Möglichkeiten verloren gehen, was in der Zukunft gutes hätte geschehen können.

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Dass es die Vergangenheit noch gibt, ist uns ein Trost im Umgang mit dem Tod

  • Benjamin Andrae

摘要

Dieses Kapitel argumentiert, dass die Existenz der Vergangenheit die Angst vor dem Tod ein Stück weit lindern kann. Dazu wird untersucht, wie das Fortbestehen der Vergangenheit der Vorstellung widerspricht, geliebte Menschen würden mit dem Tod vollständig aus der Existenz gelöscht. Diese Denkweise kann auch das ontologische Problem des „continued bonds“-Ansatzes in der Trauerforschung lösen. Zudem ist die Angst vor dem eigenen Tod etwas geringer, wenn wir daran denken, dass wertvolle Momente in der Vergangenheit auch nach unserem Tod weiter existieren. Am Ende zeigt sich aber auch, dass der Tod immer noch ein Übel bleibt, wenn die Vergangenheit fortbesteht; da mit ihm immer Möglichkeiten verloren gehen, was in der Zukunft gutes hätte geschehen können.