Konturen einer Grauzone zwischen Wohnen und Nicht-Wohnen
摘要
Auf Basis der empirischen Rekonstruktion von subjektiven Beschreibungen krisenhafter Wohnerfahrungen beginnt die Auswertung in diesem Kapitel mit einer Dimensionalisierung und Theoretisierung der Grauzone der Wohnungsnot entlang unterschiedlicher Erscheinungsformen, die sich im Forschungsfeld zeigten. Das Kapitel widmet sich also den vielgestaltigen Facetten der gegenwärtigen Wohnungsnot, die zu Dimensionen verdichtet und deren Relationen im induktiv-deduktiven Wechselspiel zwischen Material und Forschungsliteratur erörtert werden. Es stellt sich heraus, dass die Grauzone der Wohnungsnot durch ungesicherte, ungenügende, deprivierte, beengte bzw. überbelegte, pauperisierende und bedrohte Wohnverhältnisse charakterisiert ist, die von den für angespannte Wohnungsmärkten typischen Dynamiken, nämlich Aus-, Ein- und Zusammenschließungseffekte, befördert werden.