Der Beitrag thematisiert partizipative Designpraktiken für verkörperte Künstliche Intelligenz und untersucht, wie Nutzende stärker in den Gestaltungsprozess eingebunden werden können. Ausgehend von Design-Thinking-Modellen, die Nutzendengruppen aktiv an der Technikgestaltung beteiligen, geht der Gedanke des Beitrags noch weiter und stellt das Konzept des participatory theatre vor – eine explorative Methode, die im Rahmen der Ausstellung ‚Leben mit Robotern‘ an der OTH Regensburg eingesetzt wurde. Besuchende konnten sich als Roboter verkleiden und in Rollenspielen Interaktionen mit Technik simulieren. Diese performative Herangehensweise eröffnete neue Perspektiven auf das Design von Robotern und auf die Wahrnehmung verkörperter KI. Mit einer qualitativen, inhaltsanalytischen Auswertung von knapp 90 Aussagen von Besuchenden wird untersucht, wie Menschen auf das Design von Robotik und KI reagiert haben und inwieweit alltagsrelevante Designprinzipien zur Sprache kommen. Die Ergebnisse zeigen eine mehrheitlich offene bis begeisterte Haltung gegenüber Robotern. Kritik und Zurückhaltung wurde seltener geäußert. Es wird diskutiert, inwieweit zentrale Aspekte wie Design einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Robotern haben können. Der Beitrag betont die gesellschaftliche Relevanz ästhetischer Gestaltung und plädiert für interdisziplinäre, explorative Forschungsansätze, um KI-Systeme nutzungsnah und kulturell sensibel zu entwickeln.

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Partizipative Designpraktiken für verkörperte Künstliche Intelligenz

  • Jana Stadlbauer,
  • Debora Frommeld,
  • Rosan Chow,
  • Karsten Weber

摘要

Der Beitrag thematisiert partizipative Designpraktiken für verkörperte Künstliche Intelligenz und untersucht, wie Nutzende stärker in den Gestaltungsprozess eingebunden werden können. Ausgehend von Design-Thinking-Modellen, die Nutzendengruppen aktiv an der Technikgestaltung beteiligen, geht der Gedanke des Beitrags noch weiter und stellt das Konzept des participatory theatre vor – eine explorative Methode, die im Rahmen der Ausstellung ‚Leben mit Robotern‘ an der OTH Regensburg eingesetzt wurde. Besuchende konnten sich als Roboter verkleiden und in Rollenspielen Interaktionen mit Technik simulieren. Diese performative Herangehensweise eröffnete neue Perspektiven auf das Design von Robotern und auf die Wahrnehmung verkörperter KI. Mit einer qualitativen, inhaltsanalytischen Auswertung von knapp 90 Aussagen von Besuchenden wird untersucht, wie Menschen auf das Design von Robotik und KI reagiert haben und inwieweit alltagsrelevante Designprinzipien zur Sprache kommen. Die Ergebnisse zeigen eine mehrheitlich offene bis begeisterte Haltung gegenüber Robotern. Kritik und Zurückhaltung wurde seltener geäußert. Es wird diskutiert, inwieweit zentrale Aspekte wie Design einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Robotern haben können. Der Beitrag betont die gesellschaftliche Relevanz ästhetischer Gestaltung und plädiert für interdisziplinäre, explorative Forschungsansätze, um KI-Systeme nutzungsnah und kulturell sensibel zu entwickeln.