„…interessiert an der Unvergänglichkeit alles Vergänglichen“ Theologie im Zeitregime der Moderne
摘要
Der Titel dieses Beitrags ist einem Festschrift-Aufsatz von Georg Essen entnommen (Essen 2013, S. 497). Er bezieht sich auf die zeittheologische Disposition der Eucharistie. Als Mahl jeweils jetzt gefeiert, ereignet sich die Geschichte Jesu im Modus einer performativ wirksamen Repräsentanz. Es vollzieht „die aktualisierende Vergegenwärtigung des Vergangenen: Das vergangene Leben und Geschick Jesu wird geglaubt als Gegenwart im Medium der Anamnese“ (Essen 2013, S. 508). Diese Gegenwart beansprucht aber nicht nur die Vergangenheit. Sie erweist sich vielmehr in ihrer jeweiligen rituellen Aktualität als Überschuss unabgeschlossener Zeit auf Zukunft hin. Denn die Geschichte Jesu greift im sakramentalen Handeln der Kirche so in die Glaubensgegenwart ein, dass sie immer neue Anschlüsse und Bedeutungsserien des Lebens Jesu ermöglicht, ja verlangt.