Populare Religiosität im Verhältnis von Moderne und Geschichte – dogmatische Beobachtungen am Beispiel US-amerikanischer Latinx-Theologie
摘要
Seit dem II. Vatikanischen Konzil wird die Diversität der Theologie als ihr wesentlicher Bestandteil wahrgenommen. Neben den Ansätzen aus dem europäischen Denkraum, die sich z. B. stark auf Karl Rahner beziehen, sind zunehmend kontextuelle Theologien entstanden, die von ihrem jeweiligen örtlichen, sozialen und historischen Ausgangspunkt auf theologische Grundlagen reflektieren und hier nicht selten in eine kritische Distanz zum vorherrschenden „westlichen“ Theologieverständnis treten (Aquino 1999). Hier sind zu nennen die Befreiungstheologie, die Black Theology, die Theologien Asiens oder Afrikas (Johnson 2016; Tamayo-Acosta 2020). Es ist notwendig die genannten Theologien nicht nur als singulär und partikular einzustufen, sondern in einen gesamttheologischen Kontext zu stellen und den Verknüpfungen von europäisch/außereuropäischen Theologien Rechnung zu tragen, da sie alle mit der Tradition der Kirche unauflöslich verbunden sind und Artikulationen der Offenbarung verkörpern. Fokus der hier gemachten Betrachtung soll die so genannte Latinx-Theologie sein.