Städte in Deutschland waren und sind zwar in vielfältiger Weise und ganz alltäglich durch Handel und Konsum genauso wie durch Rassismus und Ausgrenzung mit kolonialen und postkolonialen Strukturen verflochten. Eine Auseinandersetzung damit und ein dekoloniales Entflechten hat insgesamt trotz aller Alltäglichkeit aber nur zögerlich stattgefunden. Eine post- und dekoloniale Stadtsoziologie im deutschsprachigen Raum widmet sich, so zeigt der Beitrag, einer Reihe von Aushandlungsprozessen und Kämpfen. Diese betreffen den städtischen gebauten Raum (Gebäude, Denkmäler, Straßennamen) gleichermaßen wie die rassifizierte und intersektionale Aus- und Eingrenzungspraxis im städtischen Alltagsleben und die translokalen und transhistorischen Verflechtungen von Stadtentwicklung.

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Post- und dekoloniale Stadtsoziologie

  • Johanna Hoerning,
  • Frank Eckardt

摘要

Städte in Deutschland waren und sind zwar in vielfältiger Weise und ganz alltäglich durch Handel und Konsum genauso wie durch Rassismus und Ausgrenzung mit kolonialen und postkolonialen Strukturen verflochten. Eine Auseinandersetzung damit und ein dekoloniales Entflechten hat insgesamt trotz aller Alltäglichkeit aber nur zögerlich stattgefunden. Eine post- und dekoloniale Stadtsoziologie im deutschsprachigen Raum widmet sich, so zeigt der Beitrag, einer Reihe von Aushandlungsprozessen und Kämpfen. Diese betreffen den städtischen gebauten Raum (Gebäude, Denkmäler, Straßennamen) gleichermaßen wie die rassifizierte und intersektionale Aus- und Eingrenzungspraxis im städtischen Alltagsleben und die translokalen und transhistorischen Verflechtungen von Stadtentwicklung.