Dieser Artikel nimmt das wachsende Interesse an der „Sharing Economy“ und am Konzept der „Sharing Cities“ zum Anlass, um die vielfältigen Dimensionen und Praktiken des Teilens in städtischen Kontexten aus einer stadtsoziologischen Perspektive darzustellen. Teilen (oder „Sharing“) ist nicht nur eine Antwort auf ökonomische Effizienz und Nachhaltigkeitsfragen, sondern auch eine fundamentale soziale Praxis, die Gemeinschaften stärken und soziale Beziehungen vertiefen kann. Teilen in Städten kann unterschiedliche Formen annehmen, von marktbasierten, kommerziellen Praktiken bis hin zu nicht-kommerziellen, gemeinschaftsbasierten, commons-orientierten Formen. Der Artikel zeigt auf, dass städtische Sharing-Praktiken eine wichtige Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit, Resilienz und sozialer Inklusion spielen können, aber auch Herausforderungen in Bezug auf Zugänglichkeit, Gerechtigkeit und Regulierung mit sich bringen. Dabei lässt sich der Begriff des Teilens nach unterschiedlichen Dimensionen wie z. B. den Teilungsgütern, den Eigentumsformen und den Zielen bzw. Motivationen der Teilenden unterscheiden. Weiterführende stadtsoziologische Forschungen können Potenziale und Grenzen von Sharing-Praktiken analysieren und die Rolle unterschiedlicher räumlicher Kontexte untersuchen.

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Sharing City

  • Florian Koch,
  • Helena Cermeño,
  • Carsten Keller

摘要

Dieser Artikel nimmt das wachsende Interesse an der „Sharing Economy“ und am Konzept der „Sharing Cities“ zum Anlass, um die vielfältigen Dimensionen und Praktiken des Teilens in städtischen Kontexten aus einer stadtsoziologischen Perspektive darzustellen. Teilen (oder „Sharing“) ist nicht nur eine Antwort auf ökonomische Effizienz und Nachhaltigkeitsfragen, sondern auch eine fundamentale soziale Praxis, die Gemeinschaften stärken und soziale Beziehungen vertiefen kann. Teilen in Städten kann unterschiedliche Formen annehmen, von marktbasierten, kommerziellen Praktiken bis hin zu nicht-kommerziellen, gemeinschaftsbasierten, commons-orientierten Formen. Der Artikel zeigt auf, dass städtische Sharing-Praktiken eine wichtige Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit, Resilienz und sozialer Inklusion spielen können, aber auch Herausforderungen in Bezug auf Zugänglichkeit, Gerechtigkeit und Regulierung mit sich bringen. Dabei lässt sich der Begriff des Teilens nach unterschiedlichen Dimensionen wie z. B. den Teilungsgütern, den Eigentumsformen und den Zielen bzw. Motivationen der Teilenden unterscheiden. Weiterführende stadtsoziologische Forschungen können Potenziale und Grenzen von Sharing-Praktiken analysieren und die Rolle unterschiedlicher räumlicher Kontexte untersuchen.