Wohnen
摘要
In diesem Beitrag wird Wohnen in Bezug auf ungleiche Zugänge zu Wohnraum diskutiert. Es wird davon ausgegangen, dass Wohnen im Kontext einer von Migration, Mobilität und sozialer Ungleichheit geprägten Gesellschaft, ambivalente sozialräumliche Prozesse konstituiert, wie die der Entwurzelung bei gleichzeitiger Notwendigkeit der Verortung. Soziale Ungleichheit und durch Zuwanderung beschleunigte Diversifizierung, veranlasste schon vor mehr als hundert Jahren, Stadtforscher*innen der Chicago School urbane Wohnverhältnisse empirisch zu erforschen. Aus soziologischer Perspektive wird Wohnen hier als gesellschaftlich produziertes Objekt und sozialräumliches Handeln aufgefasst. Erstgenannte Perspektive schließt an die Politische Ökonomie der Stadt an und ist auf eine gesellschaftspolitische Orientierung ausgerichtet. Mit der zweiten Perspektive wird anhand interdisziplinärer home making studies dargelegt, ob oder wie aus einer Wohnung ein Zuhause werden kann, gefolgt durch Prozesse des home making in prekären Lebenslagen. Abschließend deutet der Beitrag daraufhin, wie das Wohnen in Anbetracht der klimatischen Veränderungen in den Städten neue stadtsoziologische Fragestellungen und Forschungen motiviert und welche Bedeutung hierbei Ansätze der Transformationsforschung spielen.