Das Kapitel stellt zwei Argumente einer postkolonialen Perspektive auf Frieden heraus: Erstens werden Gewalt, Konflikt und Krieg außerhalb der eigenen (westlichen) Sphäre verortet und Frieden zu etwas, das dort (anderswo) hergestellt und gesichert werden muss. Die inhärent gewaltvollen Strukturen der eigenen (nördlichen, westlichen) Gesellschaften werden demgegenüber unsichtbar gemacht. Zweitens besteht eine ontologische Differenz zwischen der kolonialisierten Welt und der Metropole hinsichtlich der Qualität von Leben, d.h. welches Leben als menschlich und als Subjekt anerkannt wird.

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Frieden aus postkolonialer Perspektive

  • Bettina Engels

摘要

Das Kapitel stellt zwei Argumente einer postkolonialen Perspektive auf Frieden heraus: Erstens werden Gewalt, Konflikt und Krieg außerhalb der eigenen (westlichen) Sphäre verortet und Frieden zu etwas, das dort (anderswo) hergestellt und gesichert werden muss. Die inhärent gewaltvollen Strukturen der eigenen (nördlichen, westlichen) Gesellschaften werden demgegenüber unsichtbar gemacht. Zweitens besteht eine ontologische Differenz zwischen der kolonialisierten Welt und der Metropole hinsichtlich der Qualität von Leben, d.h. welches Leben als menschlich und als Subjekt anerkannt wird.