Radikalisierung wird als Ausdruck eines gestörten gesellschaftlichen Friedens vorgestellt und unter Rückgriff auf soziologische Theoriekonstrukte in praxeologischer Intention reflektiert. Frieden erfordert ein solidarisches Miteinander. Dies setzt voraus, dass die Gesellschaftsmitglieder das in den unveräußerlichen Menschenrechten garantierte Recht auf Selbstentfaltung auch den Mitmenschen außerhalb der eigenen Bezugsgruppen zugestehen. In einem sich narzisstisch aufladenden Klima der Weltgesellschaft in Folge zunehmend global wirkmächtiger autokratischer Systeme wird die Entfaltung de-radikalisierend wirkender Solidarität jedoch massiv behindert.

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Frieden – (De-)Radikalisierung und (Co-)Extremismus

  • Uwe E. Kemmesies

摘要

Radikalisierung wird als Ausdruck eines gestörten gesellschaftlichen Friedens vorgestellt und unter Rückgriff auf soziologische Theoriekonstrukte in praxeologischer Intention reflektiert. Frieden erfordert ein solidarisches Miteinander. Dies setzt voraus, dass die Gesellschaftsmitglieder das in den unveräußerlichen Menschenrechten garantierte Recht auf Selbstentfaltung auch den Mitmenschen außerhalb der eigenen Bezugsgruppen zugestehen. In einem sich narzisstisch aufladenden Klima der Weltgesellschaft in Folge zunehmend global wirkmächtiger autokratischer Systeme wird die Entfaltung de-radikalisierend wirkender Solidarität jedoch massiv behindert.