Gewalt umfasst weit mehr als körperliche Übergriffe – sie ist ein komplexes soziales Phänomen, das in Machtverhältnissen, kulturellen Normen und gesellschaftlichen Strukturen verwurzelt ist. Nach Anton Hügli umfasst Gewalt jede Erfahrung, die als entwürdigend, ausgrenzend oder verletzend empfunden wird – unabhängig davon, ob sie absichtlich herbeigeführt wurde. Gewalt wird somit nicht nur ausgeübt, sondern auch erlebt und sie prägt das Selbstbild und die Beziehungen der Betroffenen tief. Ingrid Weißmann betont, dass Gewalt oft unsichtbar bleibt, weil sie in Sprache, Erziehung, Rollenbildern oder sozialen Ordnungen verankert ist. Im Kontext toxischer Männlichkeit dient Gewalt der Stabilisierung von Hierarchien und der Demonstration von Stärke, während sie gleichzeitig tabuisiert oder verharmlost wird. Strukturelle Gewalt wirkt durch ungleiche Teilhabechancen und soziale Exklusion, während kulturelle Gewalt über Medien, Politik und Erziehung Gewalt legitimiert. Toxische Männlichkeit gedeiht in diesem Umfeld: Sie verknüpft Männlichkeit mit Dominanz, Kontrolle und emotionaler Abspaltung. Gewalt wird hier nicht als Scheitern von Männlichkeit verstanden, sondern oft als deren Erkennungszeichen. Wer Gewalt wirklich verstehen und überwinden will, muss diese tief verankerten gesellschaftlichen Muster sichtbar machen und hinterfragen.

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Definition des Begriffs „Gewalt“

  • Mohamed Zakzak

摘要

Gewalt umfasst weit mehr als körperliche Übergriffe – sie ist ein komplexes soziales Phänomen, das in Machtverhältnissen, kulturellen Normen und gesellschaftlichen Strukturen verwurzelt ist. Nach Anton Hügli umfasst Gewalt jede Erfahrung, die als entwürdigend, ausgrenzend oder verletzend empfunden wird – unabhängig davon, ob sie absichtlich herbeigeführt wurde. Gewalt wird somit nicht nur ausgeübt, sondern auch erlebt und sie prägt das Selbstbild und die Beziehungen der Betroffenen tief. Ingrid Weißmann betont, dass Gewalt oft unsichtbar bleibt, weil sie in Sprache, Erziehung, Rollenbildern oder sozialen Ordnungen verankert ist. Im Kontext toxischer Männlichkeit dient Gewalt der Stabilisierung von Hierarchien und der Demonstration von Stärke, während sie gleichzeitig tabuisiert oder verharmlost wird. Strukturelle Gewalt wirkt durch ungleiche Teilhabechancen und soziale Exklusion, während kulturelle Gewalt über Medien, Politik und Erziehung Gewalt legitimiert. Toxische Männlichkeit gedeiht in diesem Umfeld: Sie verknüpft Männlichkeit mit Dominanz, Kontrolle und emotionaler Abspaltung. Gewalt wird hier nicht als Scheitern von Männlichkeit verstanden, sondern oft als deren Erkennungszeichen. Wer Gewalt wirklich verstehen und überwinden will, muss diese tief verankerten gesellschaftlichen Muster sichtbar machen und hinterfragen.