Kritische Reflexion
摘要
Dieses Kapitel unterzieht die Arbeit einer kritischen, subjektiven Selbstreflexion und identifiziert im Kern fünf zentrale Limitationen: 1) Ein Paradoxon besteht in der fortwährenden Iteration des Begriffs Behinderung, wodurch hegemoniale Diskurse reproduziert werden, obwohl diese dekonstruiert werden sollen. 2) Das Ausweisen des Autoren als nichtbehinderter, weißer, männlicher Akademiker schränkt interpretative Möglichkeiten der Ergebnisse ein. 3) Methodische Erweiterungen durch partizipative Ansätze und intersektionale Perspektiven hätten die Arbeit bereichert. 4) Die poststrukturalistisch-diskursanalytische Vergleichsperspektive wirft Fragen ihrer Tragfähigkeit auf und sollte weiteren empirischen ‚Belastungstests‘ unterzogenwerden. Ebenso sollten dabei die unzureichende Berücksichtigung von Übersetzungseffekten adressiert werden. 5) Die Auswahl spezifischer Schwerpunkte der Ergebnisdarstellung unterliegt subjektiven Entscheidungen trotz methodischer Transparenz. Die Reflexion zeigt, dass sich die Arbeit nicht vollständig von hegemonialen Sprechweisen lösen kann und methodische Alternativen zukünftige Forschungen bereichern würden.