Das vorliegende Kapitel leitet in die Arbeit ein und umreißt zur Formulierung des Forschungsinteresses ein Spannungsfeld zwischen eindeutigen und umstrittenen Konzeptionen von Behinderun. Zentrale Forschungsfragen sind: Wie sprechen Hochschulmitarbeitende über Studierende mit Behinderung und welche Gemeinsamkeiten und Differenzen bestehen im europäischen Vergleich? Die Arbeit nutzt Disability Studies-Perspektiven und versteht Behinderung als performativ hergestellte, kontingente Kategorie. Ziel ist es, Pathologisierungen, Naturalisierungen und Normalisierungen zu dekonstruieren und deren Machtförmigkeiten offenzulegen. Dabei rückt nicht nur das Sprechen über Behinderung in den Fokus, sondern auch die implizite Norm des „normalen“ Studierenden. Die Analyse der „Sprache der Normalen“ ermöglicht eine Rekonstruktion gesellschaftlicher Modellierungen von Behinderung im Hochschulkontext.

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Forschungsinteresse, Forschungsfragen und Überblick über die Arbeit

  • Robert Aust

摘要

Das vorliegende Kapitel leitet in die Arbeit ein und umreißt zur Formulierung des Forschungsinteresses ein Spannungsfeld zwischen eindeutigen und umstrittenen Konzeptionen von Behinderun. Zentrale Forschungsfragen sind: Wie sprechen Hochschulmitarbeitende über Studierende mit Behinderung und welche Gemeinsamkeiten und Differenzen bestehen im europäischen Vergleich? Die Arbeit nutzt Disability Studies-Perspektiven und versteht Behinderung als performativ hergestellte, kontingente Kategorie. Ziel ist es, Pathologisierungen, Naturalisierungen und Normalisierungen zu dekonstruieren und deren Machtförmigkeiten offenzulegen. Dabei rückt nicht nur das Sprechen über Behinderung in den Fokus, sondern auch die implizite Norm des „normalen“ Studierenden. Die Analyse der „Sprache der Normalen“ ermöglicht eine Rekonstruktion gesellschaftlicher Modellierungen von Behinderung im Hochschulkontext.