Biotopverbünde zwischen lokaler Resonanz und subjektiver Landschaftswahrnehmung: Eine Analyse anhand eines Fallbeispiels in Nürtingen
摘要
Die vorliegende Arbeit untersucht die lokale Resonanz auf Biotopverbundsmaßnahmen im Kontext subjektiver Landschaftswahrnehmung am Beispiel einer wiedervernässten Fläche im Rahmen des Projekts ‚Biotopverbund Offenland Nürtingen‘. Ausgehend von sozialkonstruktivistischen Landschaftstheorien analysieren die Autoren mithilfe semi-strukturierter Interviews, wie Bürger*innen Nürtingens sowie ein involvierter Experte die landschaftliche Veränderung wahrnehmen und bewerten. Dabei wird besonders beachtet, welche ästhetischen, funktionalen und kognitiven Aspekte in der Resonanz auf die Maßnahme dominieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Resonanz vor allem ästhetisch positiv ausfällt und stark durch konservative, stereotype Landschaftskonstruktionen geprägt ist. Umwelt- und Naturschutzaspekte hingegen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Die Analyse verdeutlicht, dass Biotopverbundsmaßnahmen in ihrer lokalen Wahrnehmung weniger als ökologische Vernetzungsinstrumente, sondern vielmehr als landschaftsästhetische Aufwertungen wirken.