In diesem Kapitel werden soziokulturelle Erklärungsansätze für das Legitimationsdefizit der EU, insbesondere die angebliche fehlende europäische Öffentlichkeit und Identität, kritisch hinterfragt. Es wird argumentiert, dass die Prämisse, wonach eine homogene Kulturnation Voraussetzung für eine legitime Demokratie sei, sowohl theoretisch als auch empirisch / historisch nicht haltbar ist. Viele Kritiker/innen verwechseln Ursache und Wirkung, indem sie eine europäische Öffentlichkeit und Identität als notwendige Bedingung für Legitimation fordern, obwohl diese erst durch die Existenz entsprechender politischer Strukturen und Prozesse geschaffen werden können.

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Soziokulturelle Erklärungsansätze

  • Philip Hackemann

摘要

In diesem Kapitel werden soziokulturelle Erklärungsansätze für das Legitimationsdefizit der EU, insbesondere die angebliche fehlende europäische Öffentlichkeit und Identität, kritisch hinterfragt. Es wird argumentiert, dass die Prämisse, wonach eine homogene Kulturnation Voraussetzung für eine legitime Demokratie sei, sowohl theoretisch als auch empirisch / historisch nicht haltbar ist. Viele Kritiker/innen verwechseln Ursache und Wirkung, indem sie eine europäische Öffentlichkeit und Identität als notwendige Bedingung für Legitimation fordern, obwohl diese erst durch die Existenz entsprechender politischer Strukturen und Prozesse geschaffen werden können.