Qualitativ Forschende müssen sich irgendwann mit Fragen der Re-Präsentation ihrer Forschungsergebnisse auseinandersetzen. Der Umgang mit der Datenfülle und Analyseergebnissen kann dabei selbst für erfahrene Forschende herausfordernd sein. Dies geht insbesondere mit der Frage einher, wie sich die Prozesshaftigkeit qualitativen Forschens im Text umsetzen und dabei zugleich der Forderung der Dokumentation des Forschungsprozesses zwecks intersubjektiver Nachvollziehbarkeit nachkommen lässt. Als zentral und notwendig werden dabei auch die Offenlegung von Entscheidungen und Problemen während des Forschungsprozesses und die Wege zur Erkenntnisgewinnung erachtet. Der Artikel nimmt grundlegende Strukturierungsmöglichkeiten von Forschungsberichten und damit verbundene Gefahren in den Blick. Ebenso werden verschiedene Präsentationsmodi für Interpretationsergebnisse vorgestellt und anhand zweier Anwendungsbeispiele aus dem Kontext der Gesundheitsforschung demonstriert. Festzuhalten bleibt, dass die Ergebnispräsentation dabei nicht Abbild, sondern Interpretation bzw. Re-Konstruktion des untersuchten Phänomens ist. Qualitativ Forschende werden dabei zu Übersetzenden, indem sie Schritte, Entscheidungen, Prozesse und Veränderungen während des Forschens so in Text transformieren, dass Rezipierende die Qualität, Interpretation und Reichweite der Ergebnisse beurteilen können. Letztendlich müssen qualitativ Forschende nicht nur Entscheidungen treffen, welche der in den Daten enthaltenen Geschichten sie den Lesenden erzählen wollen, sondern auch welcher Darstellungsmodus am besten zu den Daten passt.

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Darstellung und Präsentation qualitativer Ergebnisse

  • Margret Xyländer

摘要

Qualitativ Forschende müssen sich irgendwann mit Fragen der Re-Präsentation ihrer Forschungsergebnisse auseinandersetzen. Der Umgang mit der Datenfülle und Analyseergebnissen kann dabei selbst für erfahrene Forschende herausfordernd sein. Dies geht insbesondere mit der Frage einher, wie sich die Prozesshaftigkeit qualitativen Forschens im Text umsetzen und dabei zugleich der Forderung der Dokumentation des Forschungsprozesses zwecks intersubjektiver Nachvollziehbarkeit nachkommen lässt. Als zentral und notwendig werden dabei auch die Offenlegung von Entscheidungen und Problemen während des Forschungsprozesses und die Wege zur Erkenntnisgewinnung erachtet. Der Artikel nimmt grundlegende Strukturierungsmöglichkeiten von Forschungsberichten und damit verbundene Gefahren in den Blick. Ebenso werden verschiedene Präsentationsmodi für Interpretationsergebnisse vorgestellt und anhand zweier Anwendungsbeispiele aus dem Kontext der Gesundheitsforschung demonstriert. Festzuhalten bleibt, dass die Ergebnispräsentation dabei nicht Abbild, sondern Interpretation bzw. Re-Konstruktion des untersuchten Phänomens ist. Qualitativ Forschende werden dabei zu Übersetzenden, indem sie Schritte, Entscheidungen, Prozesse und Veränderungen während des Forschens so in Text transformieren, dass Rezipierende die Qualität, Interpretation und Reichweite der Ergebnisse beurteilen können. Letztendlich müssen qualitativ Forschende nicht nur Entscheidungen treffen, welche der in den Daten enthaltenen Geschichten sie den Lesenden erzählen wollen, sondern auch welcher Darstellungsmodus am besten zu den Daten passt.