Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen erleben häufig eine Vielzahl an Barrieren, bevor sie Zugang zu passenden Unterstützungsangeboten erhalten. Trotz eines gut ausdifferenzierten Suchthilfesystems in Deutschland (Hansjürgens & Arnold, 2024) bestehen nach wie vor Versorgungslücken, lange Wartezeiten und strukturelle Hürden – insbesondere an den Schnittstellen zwischen Beratung, medizinischer Rehabilitation und gesellschaftlicher Teilhabe (Bogumil & Gräfe, 2024). Vor diesem Hintergrund wurde 2020 das Modellprojekt SEMRES (Schnittstellenmanagement zur frühzeitigen Ermittlung des Rehabilitationsbedarfs und rechtzeitigen Vermittlung in die Rehabilitation von Menschen mit Suchterkrankungen) ins Leben gerufen. Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages für eine Laufzeit vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2025 gefördert. Der Antrag wurde von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen gestellt und zielte darauf ab, Menschen mit (beginnendem) problematischem Konsum frühzeitig zu erreichen, niedrigschwellig über Hilfsangebote zu informieren und den Weg in das Rehabilitationssystem zu erleichtern (SGB VI). Zur unabhängigen wissenschaftlichen Evaluation des Projekts wurde die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Knut Tielking der Hochschule Emden/Leer beauftragt.

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Einleitung

  • Knut Tielking,
  • Lea Jürgens,
  • Frank Bela Schädlich

摘要

Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen erleben häufig eine Vielzahl an Barrieren, bevor sie Zugang zu passenden Unterstützungsangeboten erhalten. Trotz eines gut ausdifferenzierten Suchthilfesystems in Deutschland (Hansjürgens & Arnold, 2024) bestehen nach wie vor Versorgungslücken, lange Wartezeiten und strukturelle Hürden – insbesondere an den Schnittstellen zwischen Beratung, medizinischer Rehabilitation und gesellschaftlicher Teilhabe (Bogumil & Gräfe, 2024). Vor diesem Hintergrund wurde 2020 das Modellprojekt SEMRES (Schnittstellenmanagement zur frühzeitigen Ermittlung des Rehabilitationsbedarfs und rechtzeitigen Vermittlung in die Rehabilitation von Menschen mit Suchterkrankungen) ins Leben gerufen. Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages für eine Laufzeit vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2025 gefördert. Der Antrag wurde von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen gestellt und zielte darauf ab, Menschen mit (beginnendem) problematischem Konsum frühzeitig zu erreichen, niedrigschwellig über Hilfsangebote zu informieren und den Weg in das Rehabilitationssystem zu erleichtern (SGB VI). Zur unabhängigen wissenschaftlichen Evaluation des Projekts wurde die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Knut Tielking der Hochschule Emden/Leer beauftragt.