Einleitung
摘要
Rechtsstaatlichkeit meint, dass Menschen in Entscheidungspositionen ihre Macht innerhalb eines verbindlichen Rahmens öffentlicher Normen ausüben und nicht nur auf der Grundlage ihrer eigenen Präferenzen (Waldron 2008, S. 6; Fallon 1997, S. 2–4; Weingast 1997, S. 262). Die meisten Demokratien erklären diese Form der Machteinhegung neben freien Wahlen zu einem ihrer Grundprinzipien. In dieser Einleitung zum Band „Rechtsstaatlichkeit in Ostmitteleuropa“ zeigen wir, was an Rechtsstaatlichkeit aus politikwissenschaftlicher Sicht besonders interessant und wichtig ist, wo sich in der Praxis und der Forschung Konflikte auftun und warum es sich lohnt, sich mit der Rechtsstaatlichkeitsentwicklung in Polen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn seit 1989 zu befassen. Wir beschreiben außerdem den analytischen Zugriff des Bandes sowie seine Struktur und erläutern, wie wir aus Sicht der vergleichenden politikwissenschaftlichen Forschung dazu beitragen wollen, Wissensdesiderate zu schließen.