Spezifizieren von sprachlichen Anforderungen beim Auffalten und Verdichten zu Bestand und Änderung
摘要
Für die Konzeption des verstehensförderlichen und sprachbildenden Lehr-Lern-Arrangements zum qualitativen Umgang mit Bestand und Änderung wurde in Kapitel 2 der Verstehenskern der qualitativen Konzepte, insbesondere zum Phänomen der gegensinnigen Kovariationen, herausgearbeitet und strukturiert. Um Lernende zu befähigen, die Herausforderungen im Erfassen mathematischer Strukturen auch ohne formale Sprache zu bewältigen, müssen die stark verdichteten mathematischen Konzepte im Sinne Aeblis (1981) wieder aufgefaltet werden. Das bedeutet sie müssen in ihre einzelnen Teilkonzepte zerlegt werden, die hier als Konzepte- und Theoreme-in-Aktion operationalisiert sind. Da die Durchdringung und die zunehmende Ausschärfung von Konzepten- und Theoremen-in-Aktion bildungssprachlicher Mittel bedürfen, die in dem Lehr-Lern-Arrangement gezielt unterstützt und sukzessive aufgebaut werden sollen, werden diese im Folgenden genauer spezifiziert. Genauer werden in diesem Kapitel diejenigen bildungssprachlichen Anforderungen spezifiziert, die Lernenden im Umgang mit Bestand und Änderung, vor allem beim Auffalten und Verdichten der mathematischen Strukturen und beim Adressieren der verschiedenen Konzepte, begegnen.