Die Zahl regionaler Studien zur politischen Kultur ist auch heute noch übersichtlich. Gleiches gilt für die Thematisierung von Ängsten oder negativen Emotionen. Im vorliegenden Fall ergibt sich mit den SKiSAX-Daten die Möglichkeit, sowohl eine regionale Studie durchzuführen als auch den Einfluss von Ängsten und Furcht auf die politische Kultur, genauer die politische Unterstützung, zu untersuchen. Dies geschieht durch eine Anlehnung an die Theorie des Wertewandels oder genauer an die Bedürfnispyramide von Maslow sowie durch eine differenzierte Messung von politischer Unterstützung. Das Untersuchungsgebiet ist Sachsen. Die Ergebnisse sind gemischt. Allerdings wird deutlich, dass Ängste eine negative Rolle für die politische Unterstützung in Sachsen spielen. Dabei ist zwischen persönlichen Ängsten, die den eigenen Nahbereich betreffen, und Makroängsten, wie zum Beispiel die Angst vor Islamismus, Linksextremismus und Rechtsextremismus, zu unterscheiden. Auffällig sind auch die – angesichts der Krisendebatten – erstaunlich positiven Werte der politischen Unterstützung in Sachsen. Vor allem soziales Vertrauen erweist sich als Faktor dieser Werte. Diskriminierungserfahrungen wirken dagegen negativ auf die politische Unterstützung.

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„Angst essen Demokratie auf.“ Ist die politische Kultur in Sachsen von Angst beeinflusst?

  • Gert Pickel,
  • Susanne Pickel

摘要

Die Zahl regionaler Studien zur politischen Kultur ist auch heute noch übersichtlich. Gleiches gilt für die Thematisierung von Ängsten oder negativen Emotionen. Im vorliegenden Fall ergibt sich mit den SKiSAX-Daten die Möglichkeit, sowohl eine regionale Studie durchzuführen als auch den Einfluss von Ängsten und Furcht auf die politische Kultur, genauer die politische Unterstützung, zu untersuchen. Dies geschieht durch eine Anlehnung an die Theorie des Wertewandels oder genauer an die Bedürfnispyramide von Maslow sowie durch eine differenzierte Messung von politischer Unterstützung. Das Untersuchungsgebiet ist Sachsen. Die Ergebnisse sind gemischt. Allerdings wird deutlich, dass Ängste eine negative Rolle für die politische Unterstützung in Sachsen spielen. Dabei ist zwischen persönlichen Ängsten, die den eigenen Nahbereich betreffen, und Makroängsten, wie zum Beispiel die Angst vor Islamismus, Linksextremismus und Rechtsextremismus, zu unterscheiden. Auffällig sind auch die – angesichts der Krisendebatten – erstaunlich positiven Werte der politischen Unterstützung in Sachsen. Vor allem soziales Vertrauen erweist sich als Faktor dieser Werte. Diskriminierungserfahrungen wirken dagegen negativ auf die politische Unterstützung.