Zuwanderung, Sorgen vor Islamismus und AfD-Wahl: Eine Studie auf Gemeindeebene in Sachsen
摘要
Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen lokalen Migrationsbewegungen auf Gemeindeebene und individueller Wahrnehmung islamistischer Bedrohung sowie der nachgelagerten Wahlpräferenz für die AfD im Bundesland Sachsen. Anhand der Umfrage „Sicherheit und Kriminalität in Sachsen“ des Sächsischen Instituts für Polizei- und Sicherheitsforschung aus dem Jahr 2022 analysieren wir Daten von 1559 Personen aus 22 Gemeinden. Entgegen der Konflikttheorie zeigen unsere Ergebnisse, dass Personen in Gemeinden mit höherer Zuwanderung in den letzten zehn Jahren weniger Sorgen vor Islamismus äußerten. Zudem wählen Personen in diesen Regionen mit geringerer Wahrscheinlichkeit die AfD, was teilweise über geringere Bedrohungswahrnehmungen vermittelt wird. Diese Befunde stützen die Kontakttheorie, die einen Abbau von Vorurteilen durch interethnischen Kontakt annimmt.