In den letzten Jahren hat Kriminalität zunehmend an Bedeutung in der Kommunikation rechtspopulistischer Parteien und Akteure gewonnen. Dennoch bleibt unklar, ob und in welchem Maße Kriminalitätsfurcht die Unterstützung solcher Parteien beeinflusst. Dieser Beitrag geht der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen Kriminalitätsfurcht und der Wahlpräferenz für die Alternative für Deutschland (AfD) besteht. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, ob und wie dieser durch das Geschlecht moderiert wird. Auf Basis logistischer Regressionen zeigt die Analyse, dass weder die Wahrnehmung einer steigenden Kriminalitätsentwicklung noch die Sorge darüber allein signifikant mit der Wahlpräferenz für die AfD zusammenhängen. Allerdings offenbart die Untersuchung eine geschlechtsspezifische Moderation: Während Kriminalitätsfurcht die Wahrscheinlichkeit, die AfD zu wählen, bei Männern nicht erhöht, zeigt sich bei Frauen ein deutlicher Effekt. Der Beitrag leistet damit einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Debatte, indem er die Schnittstelle zwischen kriminologischer und politikwissenschaftlicher Forschung beleuchtet.

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Angst an der Wahlurne: Geschlechtsspezifische Einflüsse von sozialer Kriminalitätsfurcht auf die Wahlpräferenz für die Alternative für Deutschland

  • Maria-Anna Hirth,
  • Cyrill Otteni

摘要

In den letzten Jahren hat Kriminalität zunehmend an Bedeutung in der Kommunikation rechtspopulistischer Parteien und Akteure gewonnen. Dennoch bleibt unklar, ob und in welchem Maße Kriminalitätsfurcht die Unterstützung solcher Parteien beeinflusst. Dieser Beitrag geht der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen Kriminalitätsfurcht und der Wahlpräferenz für die Alternative für Deutschland (AfD) besteht. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, ob und wie dieser durch das Geschlecht moderiert wird. Auf Basis logistischer Regressionen zeigt die Analyse, dass weder die Wahrnehmung einer steigenden Kriminalitätsentwicklung noch die Sorge darüber allein signifikant mit der Wahlpräferenz für die AfD zusammenhängen. Allerdings offenbart die Untersuchung eine geschlechtsspezifische Moderation: Während Kriminalitätsfurcht die Wahrscheinlichkeit, die AfD zu wählen, bei Männern nicht erhöht, zeigt sich bei Frauen ein deutlicher Effekt. Der Beitrag leistet damit einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Debatte, indem er die Schnittstelle zwischen kriminologischer und politikwissenschaftlicher Forschung beleuchtet.