Produktentwicklung als Entscheidungs- und Datenzentrum
摘要
Das Produkt steht im Mittelpunkt eines Industrieunternehmens. 35 % bis 50 % der Prozesse des Unternehmens sind produktbezogen (Stark, 2022, S. 121). „Time-To-Market“ ist in vielen Branchen, z. B. der Elektronikindustrie, der überwiegende kritische Erfolgsfaktor eines Unternehmens: Nur derjenige Anbieter, der ein neues Produkt als erster auf den Markt bringt, kann die Preisrente abschöpfen und damit seine hohen Entwicklungskosten schnell amortisieren. Er gewinnt die wichtigsten Kunden und definiert Industriestandards. Die nachfolgenden Anbieter können ihre Produkte nur zu geringeren Preisen anbieten und haben Schwierigkeiten, die Entwicklungskosten vom Markt honoriert zu erhalten. Auch sind ihre Aufwendungen höher, um Kunden zu gewinnen. Der Weg von einer Produktidee zu einem erfolgreichen Produkt ist lang. Untersuchungen zeigen, dass von 3000 Ideen rund 300 bewertet werden, für 125 Studien angefertigt werden, 4 entwickelt werden und davon lediglich 2 marktreife Produkte entstehen, von denen am Ende lediglich eins erfolgreich ist (Erne, 2024, S. 2). Nur dieses eine erreicht die geplanten Ziele, insbesondere des Gewinns. Wesentliche Voraussetzungen für einen Produkterfolg sind die Marktfähigkeit, technische Realisierbarkeit und zufriedenstellende Profitabilität des Produktes. Der größte Grund für einen Misserfolg ist der fehlende Marktbedarf für ein Produkt. Die Produktentwicklung wird deshalb zum wichtigsten Entscheidungszentrum, in dem Parameter für die Marktposition, die Logistikketten sowie die Kostensituation des Unternehmens festgelegt werden.