Digitale Tagebücher haben in der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Forschung an Bedeutung gewonnen, um Medien- und Datenpraktiken im digitalisierten Alltag adäquat erfassen zu können. Die zu Forschungszwecken eingesetzten digitalen Tagebuchverfahren reichen von eigens entwickelten Diary Tools über im Medienalltag gebrauchte Anwendungen wie Messaging Apps bis hin zu automatisierten Tracking Tools, die individuelle Medienpraktiken automatisch aufzeichnen. Der Beitrag stellt die wichtigsten digitalen Tagebuchverfahren in der Kommunikations- und Medienforschung vor und diskutiert die Potenziale und Grenzen digitaler Tagebücher entlang der Phasen eines typischen Forschungsprozesses (Studienkonzeption, Datenerhebung, Datenanalyse, -management und -aufbereitung). Hierbei werden insbesondere softwarebasierte digitale Lösungen zur Datenerhebung und -auswertung inklusive KI-gestützter und (teil-)automatisierter Anwendungen in den Blick genommen. Obgleich mit digitalen Tagebuchverfahren spezifische Herausforderungen und Probleme verbunden sind, so argumentiert der Beitrag, stellen diese eine notwendige Anpassung der methodischen Praxis an den tiefgreifend mediatisierten Medienalltag dar. Dabei ist es unabdingbar, dass sich die Forschung auch zukünftig an der sozialen Realität von Medien- und Datenpraktiken und ihrer Kontexte orientiert.

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Digitale Tagebücher zur Erforschung von Medien- und Datenpraktiken

  • Christian Schwarzenegger,
  • Anna Wagner

摘要

Digitale Tagebücher haben in der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Forschung an Bedeutung gewonnen, um Medien- und Datenpraktiken im digitalisierten Alltag adäquat erfassen zu können. Die zu Forschungszwecken eingesetzten digitalen Tagebuchverfahren reichen von eigens entwickelten Diary Tools über im Medienalltag gebrauchte Anwendungen wie Messaging Apps bis hin zu automatisierten Tracking Tools, die individuelle Medienpraktiken automatisch aufzeichnen. Der Beitrag stellt die wichtigsten digitalen Tagebuchverfahren in der Kommunikations- und Medienforschung vor und diskutiert die Potenziale und Grenzen digitaler Tagebücher entlang der Phasen eines typischen Forschungsprozesses (Studienkonzeption, Datenerhebung, Datenanalyse, -management und -aufbereitung). Hierbei werden insbesondere softwarebasierte digitale Lösungen zur Datenerhebung und -auswertung inklusive KI-gestützter und (teil-)automatisierter Anwendungen in den Blick genommen. Obgleich mit digitalen Tagebuchverfahren spezifische Herausforderungen und Probleme verbunden sind, so argumentiert der Beitrag, stellen diese eine notwendige Anpassung der methodischen Praxis an den tiefgreifend mediatisierten Medienalltag dar. Dabei ist es unabdingbar, dass sich die Forschung auch zukünftig an der sozialen Realität von Medien- und Datenpraktiken und ihrer Kontexte orientiert.