Eine praxisorientierte Reflexion aus der Sicht einer Leitungsposition in der Sozialen Arbeit in differenten Aufgaben und Bereichen. Drei werden herausgegriffen: Langjährige Einrichtungen mit fest umrissenener Aufgabenstellung und langjährigen Arbeitsverträgen (Kindertagesstätten), Einrichtungen mit begrenzter Dauer und aufgabenbezogenen Arbeitsverträgen (Behelfsunterkünfte in der Flüchtlingshilfe und ehrenamtlich getragene Einrichtungen (Tafeln). Aufgrund der verschiedenen Standorte in der Fläche des ländlichen Raumes ist die Führung in allen Fällen dezentral und partizipativ und muss den jeweiligen personellen und operativen Gegebenheiten situativ angepasst werden. In diesem Fall ist die eigenständige und sich entwickelnde Arbeit der Einrichtungen ein wesentliches Ziel, das die Führung im Blick hat, da sie eben nicht vor Ort sein kann. Dies kann nur gemeinsam erreicht werden, da die Verantwortung nicht abgegeben aber geteilt werden muss, damit die Arbeit nachhaltig gelingen kann. Um das dazu notwendige gegenseitige Vertrauen aufzubauen, bedarf es verlässlicher Kommunikationswege und wiederkehrender Strukturen. Eine Primärstruktur gemeinsam mit der Führungskraft, die vor allem begleitend wirkt und sich daraus ergebende Sekundärstrukturen, die vor allem vor Ort bzw. die operative Gruppe selbst konzipiert. Daraus entstehende Arbeitsräume und Wege werden in der Primärstruktur nochmals reflektiert und fixiert. Die Entstehung und Nachhaltigkeit selbstständiger Arbeitsabläufe und kreativer Entwicklungsräume bedürfen der Sicherheit durch die Rückbindung an die begleitende Führung. Diese grundlegenden Überlegungen lassen sich in verschiedenen Modellen und Konzepten darstellen, durch die die Chancen einer gelungenen partizipativen Führung sichtbar werden.

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Dezentrale Führung in Handlungsfeldern der sozialen Arbeit – ein Erfahrungsbericht

  • Wolfgang Stockburger

摘要

Eine praxisorientierte Reflexion aus der Sicht einer Leitungsposition in der Sozialen Arbeit in differenten Aufgaben und Bereichen. Drei werden herausgegriffen: Langjährige Einrichtungen mit fest umrissenener Aufgabenstellung und langjährigen Arbeitsverträgen (Kindertagesstätten), Einrichtungen mit begrenzter Dauer und aufgabenbezogenen Arbeitsverträgen (Behelfsunterkünfte in der Flüchtlingshilfe und ehrenamtlich getragene Einrichtungen (Tafeln). Aufgrund der verschiedenen Standorte in der Fläche des ländlichen Raumes ist die Führung in allen Fällen dezentral und partizipativ und muss den jeweiligen personellen und operativen Gegebenheiten situativ angepasst werden. In diesem Fall ist die eigenständige und sich entwickelnde Arbeit der Einrichtungen ein wesentliches Ziel, das die Führung im Blick hat, da sie eben nicht vor Ort sein kann. Dies kann nur gemeinsam erreicht werden, da die Verantwortung nicht abgegeben aber geteilt werden muss, damit die Arbeit nachhaltig gelingen kann. Um das dazu notwendige gegenseitige Vertrauen aufzubauen, bedarf es verlässlicher Kommunikationswege und wiederkehrender Strukturen. Eine Primärstruktur gemeinsam mit der Führungskraft, die vor allem begleitend wirkt und sich daraus ergebende Sekundärstrukturen, die vor allem vor Ort bzw. die operative Gruppe selbst konzipiert. Daraus entstehende Arbeitsräume und Wege werden in der Primärstruktur nochmals reflektiert und fixiert. Die Entstehung und Nachhaltigkeit selbstständiger Arbeitsabläufe und kreativer Entwicklungsräume bedürfen der Sicherheit durch die Rückbindung an die begleitende Führung. Diese grundlegenden Überlegungen lassen sich in verschiedenen Modellen und Konzepten darstellen, durch die die Chancen einer gelungenen partizipativen Führung sichtbar werden.