Schluss
摘要
Seit den 1970er Jahren ist die Doula in unterschiedlichen Kontexten eine relevante Begleiterin der Frau, wobei der Mutterwerdungsprozess als Teil eines religiösen Ereignisses oder transzendenten Moments verstanden werden kann. In dieser Forschung wurden drei Felder herausgearbeitet: alternativ-religiöse Doulas, jüdische Doulas und Doulas im Asylkontext. Alternativ-religiöse Doulas betonen die Natürlichkeit der Geburt und verstehen sie als „spirituelle Erfahrung“, während jüdische Doulas in einem religiösen Rahmen agieren und ihre Tätigkeit als „heilige Arbeit“ legitimiert sehen. Im Asylkontext hingegen sind die Doulas mit Hürden wie Sprachbarrieren und prekären Lebensbedingungen konfrontiert und verstehen ihre Arbeit oft als Ausdruck von Nächstenliebe oder Care-Arbeit. Felderübergreifend zeigt sich die Doulaarbeit als emotional labour mit mehr oder weniger religiösen Bezügen und in einem Spannungsfeld zwischen Beruf und Berufung. Dabei veränderte sich ihre Rolle seit der Stillbewegung hin zu jener einer spezialisierten Lebensabschnittbegleiterin.