Methodisches Vorgehen
摘要
Die vorliegende Forschung basiert auf einer fokussierten Ethnographie in der „eigenen“ Gesellschaft, deren Schwerpunkt auf drei verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Doulas in der Deutschschweiz liegt. Für die Erforschung dieser Doulagruppen – alternativ-religiöse Doulas, jüdische Doulas und Doulas im Asylkontext – verband ich gemäss der Methoden-Triangulation nach Flick befragende und beobachtende Verfahren. Zwischen September 2020 und März 2023 führte ich neunundzwanzig Interviews mit fünfundzwanzig Personen und absolvierte mehrfach Teilnehmende Beobachtungen in fünf verschiedenen Kontexten. Die Datenerhebung und der Feldzugang wurden durch Positionalitätsaspekte, meine eigene Mutterschaft sowie durch die Covid-19-Pandemie wesentlich beeinflusst. Für die Analyse folgte ich den Grundprinzipien der Grounded Theory und kombinierte offenes, axiales sowie thematisches Kodieren, wobei Feldnotizen, Beobachtungsprotokolle, Interviewtranskripte und graue Literatur ausgewertet wurden. Forschungsethische Überlegungen begleiteten den gesamten Forschungsprozess, insbesondere hinsichtlich informierter Zustimmung, der Vulnerabilität einzelner Gruppen und der fragmentarischen Verwendung von Erzählungen. Ziel war es, unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen die Varianz, die Handlungskontexte und die Selbstverständnisse der Doulas in der deutschsprachigen Schweiz darzustellen.