Nachdem Howard S. Becker 1965 Professor für Soziologie an der Northwestern University wird und seine langfristigen bildungs- und professionssoziologischen Projekte Ende der 1960er-Jahre auslaufen, wendet er sich in den 1970er-Jahren der Soziologie der Künste zu. Über ein Jahrzehnt hinweg veröffentlicht Becker eine Vielzahl von Artikeln, zunächst aber kein neues Buch. Stattdessen absolviert er erste Auslandsaufenthalte, fängt an, Fremdsprachen zu lernen (was sich für die Erschließung der vorhandenen sozialwissenschaftlichen Literatur zu den Künsten als eminent wichtig erweist) und widmet sich der Fotografie. Seine Vorarbeiten fließen schließlich in die groß angelegte, monografische Studie Art Worlds ein, die 1982 erscheint und heute zu den Klassikern der Kunstsoziologie zählt. Beckers Beschäftigung mit den Künsten ist dabei keine gesonderte Etappe in seinem Œuvre, so wie dies beim Außenseiter-Buch im Bereich der Devianzsoziologie durchaus der Fall ist. Die Künste bleiben fortan Beckers wesentlicher Forschungsgegenstand und sind nicht selten auch für die späteren Methodenbücher, die im nächsten Kapitel besprochen werden, Ausgangspunkt seiner Überlegungen.

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Repertoire III: Kunstsoziologie

  • Dagmar Danko

摘要

Nachdem Howard S. Becker 1965 Professor für Soziologie an der Northwestern University wird und seine langfristigen bildungs- und professionssoziologischen Projekte Ende der 1960er-Jahre auslaufen, wendet er sich in den 1970er-Jahren der Soziologie der Künste zu. Über ein Jahrzehnt hinweg veröffentlicht Becker eine Vielzahl von Artikeln, zunächst aber kein neues Buch. Stattdessen absolviert er erste Auslandsaufenthalte, fängt an, Fremdsprachen zu lernen (was sich für die Erschließung der vorhandenen sozialwissenschaftlichen Literatur zu den Künsten als eminent wichtig erweist) und widmet sich der Fotografie. Seine Vorarbeiten fließen schließlich in die groß angelegte, monografische Studie Art Worlds ein, die 1982 erscheint und heute zu den Klassikern der Kunstsoziologie zählt. Beckers Beschäftigung mit den Künsten ist dabei keine gesonderte Etappe in seinem Œuvre, so wie dies beim Außenseiter-Buch im Bereich der Devianzsoziologie durchaus der Fall ist. Die Künste bleiben fortan Beckers wesentlicher Forschungsgegenstand und sind nicht selten auch für die späteren Methodenbücher, die im nächsten Kapitel besprochen werden, Ausgangspunkt seiner Überlegungen.