Sich als Gesundheitsversorgungssystem aus der sozialräumlichen Analyse heraus zu verstehen und zu interpretieren, gehört zu den gegenwärtigen und zukünftigen Kernaufgaben der Akteure im Gesundheitsmanagement. Nicht nur das Zusammenwirken von Stationär, Ambulant und Pflege wird neue Versorgungswege finden müssen. Auch die darüber hinausreichende Zusammenarbeit mit anderen (teil-)öffentlichen Partnern wird zukünftig weitere Innovationen erfordern; gedacht sei beispielsweise an die Kooperation mit dem Klima- und Katastrophenschutz. Nicht mehr der medizinische wird dann als Kernprozess im Vordergrund stehen, sondern die Gesamtqualität, mit der ein Sozialraum seine Herausforderungen managet. Das Verschwinden der allgemeinmedizinischen Ein-Personen-Landarztpraxis und der Klein- und Kleinstklinika stehen exemplarisch für diese fulminante Zeitenwende sozialstaatlicher Veränderungen. Umso relevanter ist es in Zeiten aktueller Orientierung, positive Fallbeispiele zu identifizieren, die als eine Art Blaupause dienen können. Im vorliegenden Fallbeispiel des Landkreises Cham soll ein solcher interdisziplinärer Sozialraumansatz beschrieben werden, der dem Transferprozess der Klinika in die neuen Gegebenheiten nach Vorgaben der Klinikstrukturreform zugrunde liegt. Dabei wird jedoch auch deutlich, dass alte Denkmuster durchbrochen und neuen die Chance zur Entwicklung gegeben werden muss, wollen privat-öffentliche Partner dauerhaft kooperieren.

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Sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung auf der Basis ganzheitlich sozialräumlicher Analysen – für den ländlichen Raum unerlässlich

  • Manfred Cassens,
  • Florian Stadler,
  • Klaus Fischer

摘要

Sich als Gesundheitsversorgungssystem aus der sozialräumlichen Analyse heraus zu verstehen und zu interpretieren, gehört zu den gegenwärtigen und zukünftigen Kernaufgaben der Akteure im Gesundheitsmanagement. Nicht nur das Zusammenwirken von Stationär, Ambulant und Pflege wird neue Versorgungswege finden müssen. Auch die darüber hinausreichende Zusammenarbeit mit anderen (teil-)öffentlichen Partnern wird zukünftig weitere Innovationen erfordern; gedacht sei beispielsweise an die Kooperation mit dem Klima- und Katastrophenschutz. Nicht mehr der medizinische wird dann als Kernprozess im Vordergrund stehen, sondern die Gesamtqualität, mit der ein Sozialraum seine Herausforderungen managet. Das Verschwinden der allgemeinmedizinischen Ein-Personen-Landarztpraxis und der Klein- und Kleinstklinika stehen exemplarisch für diese fulminante Zeitenwende sozialstaatlicher Veränderungen. Umso relevanter ist es in Zeiten aktueller Orientierung, positive Fallbeispiele zu identifizieren, die als eine Art Blaupause dienen können. Im vorliegenden Fallbeispiel des Landkreises Cham soll ein solcher interdisziplinärer Sozialraumansatz beschrieben werden, der dem Transferprozess der Klinika in die neuen Gegebenheiten nach Vorgaben der Klinikstrukturreform zugrunde liegt. Dabei wird jedoch auch deutlich, dass alte Denkmuster durchbrochen und neuen die Chance zur Entwicklung gegeben werden muss, wollen privat-öffentliche Partner dauerhaft kooperieren.