Deglobalisierung: Eine Analyse aus geoökonomischer Perspektive
摘要
Wenn „Globalisierung“ in Abgrenzung zu politikwissenschaftlichen und soziologischen Ansätzen als ein rein ökonomisches Phänomen betrachtet wird, so lässt sich feststellen, dass sich Volkswirtschaften spätestens seit den 1990er Jahren immer stärker miteinander verflechten. Dies wird deutlich mittels der Analyse entsprechender statistischen Zeitreihen zur Entwicklung der Nettoexporte, der Kapitalströme, der Direktinvestitionen und der internationalen Arbeitsmigration. Dabei zeigt sich jedoch seit Beginn der 2020er-Jahre eine gegenteilige Tendenz, die sich antithetisch zum Globalisierungsprozess als „Deglobalisierung“ bezeichnen lässt. Diese Tendenz gilt es zu beschreiben und aus einer theoretischen Perspektive ursächlich zu erklären. Dabei wird auf geoökonomische Erklärungsmuster zurückgegriffen.