Der Beitrag untersucht den Stand der Bildungsintegration geflüchteter Kinder und Jugendlicher, die seit ca. 2015 nach Deutschland einwandern. Besonders beleuchtet wird die Rolle von individuellen, familialen und institutionellen Einflussfaktoren. Empirische Befunde zeigen, dass geflüchtete Schülerinnen und Schüler häufiger Hauptschulen besuchen, geringere Kompetenzstände (insbesondere in Deutsch und Mathematik) aufweisen, zugleich aber hohe Bildungsaspirationen besitzen. Zwischen Herkunftsgruppen bestehen deutliche Unterschiede: Kinder aus syrischen Familien haben im Durchschnitt günstigere Ausgangsbedingungen als Jugendliche aus Afghanistan. Institutionelle Faktoren wie Sprachförderung und Aufenthaltsstatus wirken ambivalent; positive Effekte spezieller Sprach- und Integrationskurse sind erkennbar, jedoch fehlt es an flächendeckend wirksamen Förderkonzepten. Im Bereich der beruflichen Bildung steigen Beteiligung und Integration schrittweise, vor allem durch Übergangsmaßnahmen und berufsvorbereitende Programme. Der Beitrag schließt mit dem Hinweis, dass soziale Herkunft und deutsche Sprachkompetenz zwar entscheidend für den Bildungserfolg sind, strukturelle Hürden und ungleiche Startbedingungen für Bildungsintegration jedoch hemmend für Bildungsintegration wirken können.

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Flucht, Bildung und Integration. Zum Stand der Bildungsintegration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Deutschland

  • Oliver Winkler

摘要

Der Beitrag untersucht den Stand der Bildungsintegration geflüchteter Kinder und Jugendlicher, die seit ca. 2015 nach Deutschland einwandern. Besonders beleuchtet wird die Rolle von individuellen, familialen und institutionellen Einflussfaktoren. Empirische Befunde zeigen, dass geflüchtete Schülerinnen und Schüler häufiger Hauptschulen besuchen, geringere Kompetenzstände (insbesondere in Deutsch und Mathematik) aufweisen, zugleich aber hohe Bildungsaspirationen besitzen. Zwischen Herkunftsgruppen bestehen deutliche Unterschiede: Kinder aus syrischen Familien haben im Durchschnitt günstigere Ausgangsbedingungen als Jugendliche aus Afghanistan. Institutionelle Faktoren wie Sprachförderung und Aufenthaltsstatus wirken ambivalent; positive Effekte spezieller Sprach- und Integrationskurse sind erkennbar, jedoch fehlt es an flächendeckend wirksamen Förderkonzepten. Im Bereich der beruflichen Bildung steigen Beteiligung und Integration schrittweise, vor allem durch Übergangsmaßnahmen und berufsvorbereitende Programme. Der Beitrag schließt mit dem Hinweis, dass soziale Herkunft und deutsche Sprachkompetenz zwar entscheidend für den Bildungserfolg sind, strukturelle Hürden und ungleiche Startbedingungen für Bildungsintegration jedoch hemmend für Bildungsintegration wirken können.