Ausgangslage
摘要
Interaktionsarbeit kommt als veränderte Anforderung im Wandel der Arbeitswelt eine steigende Bedeutung zu (DGB-Index Gute Arbeit, 2018). Als eine treibende Kraft des Wandels und der daraus folgenden veränderten Anforderungen kann die Tertiärisierung verstanden werden (Jacobsen, 2018). Waren im Jahr 1950 noch 32,5 % aller Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor beschäftigt, so waren es im Jahr 2022 bereits 75,2 % (Statistisches Bundesamt, 2023). Mit dem Wandel einer Industriegesellschaft hin zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft haben sich nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern auch die Belastungssituationen vieler Beschäftigter verändert (Lohmann-Haislah & Schütte, 2013; Nöllenheidt et al., 2014). So gewinnen neben informationsverarbeitenden vor allem interaktionsbezogene Tätigkeiten an Bedeutung (Junghanns & Morschhäuser, 2013; Lohmann-Haislah & Schütte, 2013). Im Zuge dieser Veränderung ergeben sich neue Belastungsfaktoren und Anforderungen für bzw. an Beschäftigte. In diesem Kontext ist bspw. auf steigende emotionale Anforderungen oder auf den Umgang mit schwierigen KundInnen, PatientInnen oder KlientInnen zu verweisen (DGB-Index Gute Arbeit, 2018; Irastorza et al., 2016; Lohmann-Haislah & Schütte, 2013).