In ihrem erstmals 1943 veröffentlichten Essay „Wir Flüchtlinge“ schreibt Hannah Arendt gegen gesellschaftliche Vereinnahmungsprozesse an, die ihr als ‚Flüchtling‘ widerfahren und die sie als Person mit individuellen Eigenschaften, Absichten oder Wünschen unsichtbar machen. Arendt betont dabei, dass ihrer Erfahrung sowohl eine kollektive als auch eine historische Dimension innewohnt. Die gesellschaftlichen Zuschreibungen gegenüber ‚Flüchtlingen‘ betrachtet sie als ein Muster, das sich auf der ganzen Welt anhaltend fortschreibt.

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Einleitung: „Vorhang auf“

  • Elisabeth Fessler

摘要

In ihrem erstmals 1943 veröffentlichten Essay „Wir Flüchtlinge“ schreibt Hannah Arendt gegen gesellschaftliche Vereinnahmungsprozesse an, die ihr als ‚Flüchtling‘ widerfahren und die sie als Person mit individuellen Eigenschaften, Absichten oder Wünschen unsichtbar machen. Arendt betont dabei, dass ihrer Erfahrung sowohl eine kollektive als auch eine historische Dimension innewohnt. Die gesellschaftlichen Zuschreibungen gegenüber ‚Flüchtlingen‘ betrachtet sie als ein Muster, das sich auf der ganzen Welt anhaltend fortschreibt.