Unternehmen wurden in den letzten 10 Jahren mit einer schwer zu überblickenden ökonomischen Gemengelage aus geldpolitischen Beschlüssen der EZB, mangelnder Preisstabilität, COVID-19-Pandemie, gestörten Lieferketten, Krieg in Europa, einem schwellenden Handelskrieg zwischen USA und China, einer drohenden Bankenkrise und der zuletzt stark zunehmenden Insolvenzdynamik konfrontiert. Die in dieser Konstellation noch nie dagewesenen Rahmenbedingungen, welche auf die Geschäftstätigkeit von Unternehmen als Umfeldbedingungen wirken, spitzen sich durch bis dato historisch einmalige Ereignisse (bspw. Negativverzinsung), die vor deren Eintritt als unwahrscheinliche volks- sowie betriebswirtschaftlicher Anomalie mit äußerst geringer Eintrittswahrscheinlichkeit qualifiziert worden wären, zu. Gerade auf die liquiditätssichernden Prozesse von Betrieben, welche die Zahlungsfähigkeit und somit auch die Unternehmensexistenz schützen sollen, wirken sich diese externen Faktoren erheblich aus und fordern laufende Anpassungen. Im Zuge der vorliegenden Arbeit werden die vielschichtigen Herausforderungen, welche speziell auf die Prozesse des Credit- und Forderungsmanagements von österreichischen Personaldienstleistungsunternehmen wirken, näher erörtert und Handlungsempfehlungen für die operative Umsetzung dieser erarbeitet. Werden die wirtschaftlichen Geschehnisse der letzten 10 Jahre zusammengefasst und unter der Bezeichnung „Multiple Krise“ subsummiert, wird eindeutig erkennbar, dass das Vorhandensein eines funktionierenden Forderungsmanagements für alle Unternehmen, aber vor allem für Unternehmen im Bereich der Personaldienstleistung, von existenzieller Bedeutung ist. Dieses stellt die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher. Aufgrund der sich rasch verändernden wirtschaftlichen Entwicklungen wurde bei der Recherche vereinzelt auf renommierte Tageszeitungen zurückgegriffen, da die Verwendung von einschlägiger Fachliteratur, welche in der Forschungsarbeit höhere Qualität aufweisen würde, nicht immer möglich war, um der für diese Arbeit geforderten Aktualität ausreichend Rechnung zu tragen.

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Einleitung

  • Thomas Bravo

摘要

Unternehmen wurden in den letzten 10 Jahren mit einer schwer zu überblickenden ökonomischen Gemengelage aus geldpolitischen Beschlüssen der EZB, mangelnder Preisstabilität, COVID-19-Pandemie, gestörten Lieferketten, Krieg in Europa, einem schwellenden Handelskrieg zwischen USA und China, einer drohenden Bankenkrise und der zuletzt stark zunehmenden Insolvenzdynamik konfrontiert. Die in dieser Konstellation noch nie dagewesenen Rahmenbedingungen, welche auf die Geschäftstätigkeit von Unternehmen als Umfeldbedingungen wirken, spitzen sich durch bis dato historisch einmalige Ereignisse (bspw. Negativverzinsung), die vor deren Eintritt als unwahrscheinliche volks- sowie betriebswirtschaftlicher Anomalie mit äußerst geringer Eintrittswahrscheinlichkeit qualifiziert worden wären, zu. Gerade auf die liquiditätssichernden Prozesse von Betrieben, welche die Zahlungsfähigkeit und somit auch die Unternehmensexistenz schützen sollen, wirken sich diese externen Faktoren erheblich aus und fordern laufende Anpassungen. Im Zuge der vorliegenden Arbeit werden die vielschichtigen Herausforderungen, welche speziell auf die Prozesse des Credit- und Forderungsmanagements von österreichischen Personaldienstleistungsunternehmen wirken, näher erörtert und Handlungsempfehlungen für die operative Umsetzung dieser erarbeitet. Werden die wirtschaftlichen Geschehnisse der letzten 10 Jahre zusammengefasst und unter der Bezeichnung „Multiple Krise“ subsummiert, wird eindeutig erkennbar, dass das Vorhandensein eines funktionierenden Forderungsmanagements für alle Unternehmen, aber vor allem für Unternehmen im Bereich der Personaldienstleistung, von existenzieller Bedeutung ist. Dieses stellt die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher. Aufgrund der sich rasch verändernden wirtschaftlichen Entwicklungen wurde bei der Recherche vereinzelt auf renommierte Tageszeitungen zurückgegriffen, da die Verwendung von einschlägiger Fachliteratur, welche in der Forschungsarbeit höhere Qualität aufweisen würde, nicht immer möglich war, um der für diese Arbeit geforderten Aktualität ausreichend Rechnung zu tragen.