Interpretationsgruppen und Forschungswerkstätten vor dem Hintergrund zweier Diskurse
摘要
Im Anschluss an das vorangegangene Kapitel werden in diesem die Selbstverständnisse der Gruppeninterpretationspraxis, die sich vor dem Hintergrund zweier Diskurse etabliert haben, herausgearbeitet und diskutiert. Dabei sind die Widersprüche und Spannungen der beiden diskursiven Bezüge – die politische Hoffnung einerseits, die Fokussierung auf die bessere Güte der Daten andererseits – zentral. Es werden mit Rekurs auf die Neoliberalisierung der Hochschule (Demirović 2015) Folgen für die wissenschaftliche Praxis und für die (wissenschaftlichen) Subjekte selbst nachgezeichnet. Weiter erfolgt eine Bestimmung der Gruppe zunächst allgemein dann exemplarisch anhand der Objektiven Hermeneutik, der Dokumentarischen Methode, der Grounded Theory Methodologie sowie der Tiefenhermeneutik. Zum Abschluss des Kapitels folgt die Thematisierung der Abwehr eigener Prekarität von Wissenschaftler*innen und deren Bedeutung für die Gruppeninterpretationspraxis. Die Zusammenführung dieser Überlegungen gelingt mit dem Fokus auf eine reflexive Soziologie.