Die Regionen in äußerster Randlage und Überseeischen Länder und Gebiete (ÜLG). „Stepping Stones“ für eine europäische Außen- und Sicherheitspolitik?
摘要
Der Beitrag stellt folgende Idee in den Raum: dass die ehemaligen europäischen Kolonialmächte bis heute noch etliche Reste ihrer Reiche verwalten. Diese Gebiete stehen in unterschiedlicher Beziehung zur Europäischen Union. Häufig waren diese Gebiete strategisch wichtig; insbesondere zum Erhalt der Kolonialreiche, zur Versorgung auf Schifffahrtsrouten oder als Ausgangspunkte für die weitere Erschließung. Heute errichtet China künstliche Inseln im Pazifik, das Vereinigte Königreich überließ den USA im sogenannten „Destroyer Deal“, dem Destroyers-for-Bases-Agreement („Zerstörer-für-Stützpunkte-Abkommen“) vom 2. September 1940, maritime Stützpunkte auf den – zum damaligen britischen Weltreich gehörenden – Bahamas, Bermudas, Jamaika, St. Lucia, Trinidad, Antigua sowie auf Neufundland und in Britisch-Guyana gegen 50 damals dringend benötigte Kriegsschiffe. Im Folgenden wird anhand der maritimen Großräume eine Darstellung der heutigen Überseegebiete gegeben. Der Artikel fokussiert auf eine Zusammenstellung von Fakten und Überlegungen zu strategischen Gesichtspunkten wie auch auf sich abzeichnenden Interessen. Die Dynamik und mögliche künftige Chancen werden sichtbar.