Innovationslabore im Spiegel erziehungswissenschaftlicher Prozessbegriffe
摘要
Innovationslabore zielen neben der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen auf Personenveränderung und realisieren damit pädagogische Ansprüche. Diese pädagogische Dimension bleibt in Forschungsarbeiten jedoch zumeist nebensächlich. Präsent sind im Diskurs um Innovationslabore Lern- und Kompetenz(erwerbs)perspektiven, während andere erziehungswissenschaftliche Prozessbegriffe bisher kaum zur Diskussion des Gegenstands genutzt werden. Im vorliegenden Beitrag werden die pädagogische Verfasstheit (Sozialer) Innovationslabore und die damit assoziierten Veränderungszumutungen empirisch rekonstruiert und erziehungswissenschaftliche Prozessbegriffe als Reflexionskategorie genutzt. Dem liegt die Frage zugrunde, inwiefern es sich bei Innovationslaboren um pädagogische Geschehenszusammenhänge handelt. Hierzu wird zunächst der Forschungsgegenstand Innovationslabor eingegrenzt und im organisationspädagogischen Diskurs verortet (1). Es folgt eine Beschreibung des Forschungsfelds sowie der Erhebungs- und Auswertungsmethodik (2). Im Anschluss wird empirisches Material exemplarisch entlang erziehungswissenschaftlicher Prozessbegriffe reflektiert (3), um abschließend Möglichkeiten einer Perspektiverweiterung (organisations-)pädagogischer Forschung zu Innovationslaboren zu diskutieren (4).