Erinnerung und Macht. Ein Rück- und Ausblick auf hegemonietheoretische Zugänge in der Erinnerungsforschung
摘要
Folgender Beitrag wirbt für einen auf Gramsci fußenden Hegemoniebegriff, um die für die Gedächtnisforschung als Forschungsobjekt so zentralen Erinnerungskämpfe besser beschreiben und erklären zu können. Folgende Thesen stehen hierbei im Mittelpunkt: Erstens, die Erinnerungsforschung greift zwar auf einen Hegemoniebegriff zurück, doch ist dieser weitestgehend unbestimmt. Zweitens, ein auf Gramsci beruhender Hegemoniebegriff ließe sich tatsächlich gewinnbringend in die Forschung integrieren und vor allem mit jenen Ansätzen verknüpfen, die von einem politischen und pluralistischen Verständnis von Erinnerungskultur ausgehen. Drittens, will die Erinnerungsforschung mit dem Begriff der kulturellen Hegemonie stringent arbeiten, muss sie ihn jedoch erst für die empirische Arbeit nutzbar machen. Hier gilt es, eine konzeptionelle und methodische Lücke zu schließen.