Die Beschaffung von Investitionsgütern ist für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben von zentraler Bedeutung. Aufgrund ihrer langfristigen Nutzungsdauer und der damit verbundenen hohen Gesamtkosten erfordert ihre wirtschaftliche Planung und Steuerung einen integrativen Kostenmanagementansatz. Das strategische Kostenmanagement integriert den monetarisierten Ressourcenverbrauch systematisch in strategische Entscheidungsprozesse und fokussiert auf die langfristige Optimierung von Kostenstrukturen, -niveaus und -verläufen. Angesichts globaler Unsicherheiten und steigender finanzieller Belastungen gewinnt das strategische Kostenmanagement für die öffentliche Beschaffung zunehmend an Relevanz. Im Vergleich zur Privatwirtschaft, die Ansätze wie Wertschöpfungskettenanalysen etabliert hat, bleibt der öffentliche Sektor stark auf operative, regelgebundene Prozesse und kurzfristige Einsparziele beschränkt. Eine systematische Literaturuntersuchung von 89 wissenschaftlichen Beiträgen analysiert die funktionalen und institutionellen Dimensionen – Aufgabe, Prozess und Instrumente – des strategischen Kostenmanagements. Der Beitrag zeigt, dass politische Einflussfaktoren, komplexe Regulierungen und fehlende langfristige Strategien die Übertragbarkeit auf die öffentliche Beschaffung erschweren. Zugleich hebt die Untersuchung das Potenzial von Instrumenten wie Lebenszykluskostenmanagement und datengetriebenen Ansätzen hervor. Der Beitrag schlussfolgert mit einer kritischen Würdigung der Ergebnisse und dem weiteren Forschungsbedarf im Hinblick auf Informationsverarbeitungssysteme speziell für öffentliche Organisationen.

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Dimensionen des strategischen Kostenmanagements – Eine systematische Literaturuntersuchung zum Beitrag der öffentlichen Beschaffung

  • Moritz Brandstetter,
  • Franziska Binder,
  • Christian von Deimling,
  • Michael Eßig

摘要

Die Beschaffung von Investitionsgütern ist für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben von zentraler Bedeutung. Aufgrund ihrer langfristigen Nutzungsdauer und der damit verbundenen hohen Gesamtkosten erfordert ihre wirtschaftliche Planung und Steuerung einen integrativen Kostenmanagementansatz. Das strategische Kostenmanagement integriert den monetarisierten Ressourcenverbrauch systematisch in strategische Entscheidungsprozesse und fokussiert auf die langfristige Optimierung von Kostenstrukturen, -niveaus und -verläufen. Angesichts globaler Unsicherheiten und steigender finanzieller Belastungen gewinnt das strategische Kostenmanagement für die öffentliche Beschaffung zunehmend an Relevanz. Im Vergleich zur Privatwirtschaft, die Ansätze wie Wertschöpfungskettenanalysen etabliert hat, bleibt der öffentliche Sektor stark auf operative, regelgebundene Prozesse und kurzfristige Einsparziele beschränkt. Eine systematische Literaturuntersuchung von 89 wissenschaftlichen Beiträgen analysiert die funktionalen und institutionellen Dimensionen – Aufgabe, Prozess und Instrumente – des strategischen Kostenmanagements. Der Beitrag zeigt, dass politische Einflussfaktoren, komplexe Regulierungen und fehlende langfristige Strategien die Übertragbarkeit auf die öffentliche Beschaffung erschweren. Zugleich hebt die Untersuchung das Potenzial von Instrumenten wie Lebenszykluskostenmanagement und datengetriebenen Ansätzen hervor. Der Beitrag schlussfolgert mit einer kritischen Würdigung der Ergebnisse und dem weiteren Forschungsbedarf im Hinblick auf Informationsverarbeitungssysteme speziell für öffentliche Organisationen.