Das Erfordernis zur Errichtung und Modernisierung von Infrastruktur insbesondere in den Sektoren Verkehr, Energie und Digitalisierung steigt kontinuierlich. Die Vorhaben sind entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland und den sozialen Fortschritt unter Berücksichtigung sich deutlich wandelnder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Gleichzeitig bergen diese Großprojekte aufgrund der Komplexität, des Projektvolumens und des Leistungsumfangs nicht unerhebliche Risiken in Bezug auf Kosten, Zeitpläne und Qualität. Dieser Beitrag befasst sich mit dem Ansatz von Lebenszykluskosten bei Großprojekten zur Bewertung der Gesamtwirtschaftlichkeit sowohl vor Einleitung von Beschaffungsvorhaben wie auch als Grundlage für Zuschlagsentscheidungen im Rahmen von Vergabeverfahren. Bei dieser Methode des Kostenmanagements werden nicht lediglich anfängliche bzw. einmalige Investitionen, sondern darüber hinaus sämtliche Folgekosten eines Projekts betrachtet. Ziel des Ansatzes von Lebenszykluskosten ist es, eine ganzheitliche Sicht auf die wirtschaftlichen Aspekte eines Großprojekts sowie den Auswirkungen auf die Kostenbudgetierung des Vorhabenträgers sicherzustellen und damit eine Grundlage für fundierte Entscheidungen über die wirtschaftlichste Option über den gesamten Projektzeitraum hinweg im Rahmen von Vergabeverfahren der öffentlichen Hand zu schaffen. Darüber hinaus dienen Lebenszyklusbetrachtungen dazu, die erforderlichen Finanzmittel im öffentlichen Haushalt anlassbezogen abzubilden und damit in Zeiten einer angespannten Haushaltslage auch Verwendungssicherheit zu erreichen.

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Einsatz von Lebenszykluskosten bei der Vergabe von Großprojekten

  • Felix Siebler

摘要

Das Erfordernis zur Errichtung und Modernisierung von Infrastruktur insbesondere in den Sektoren Verkehr, Energie und Digitalisierung steigt kontinuierlich. Die Vorhaben sind entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland und den sozialen Fortschritt unter Berücksichtigung sich deutlich wandelnder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Gleichzeitig bergen diese Großprojekte aufgrund der Komplexität, des Projektvolumens und des Leistungsumfangs nicht unerhebliche Risiken in Bezug auf Kosten, Zeitpläne und Qualität. Dieser Beitrag befasst sich mit dem Ansatz von Lebenszykluskosten bei Großprojekten zur Bewertung der Gesamtwirtschaftlichkeit sowohl vor Einleitung von Beschaffungsvorhaben wie auch als Grundlage für Zuschlagsentscheidungen im Rahmen von Vergabeverfahren. Bei dieser Methode des Kostenmanagements werden nicht lediglich anfängliche bzw. einmalige Investitionen, sondern darüber hinaus sämtliche Folgekosten eines Projekts betrachtet. Ziel des Ansatzes von Lebenszykluskosten ist es, eine ganzheitliche Sicht auf die wirtschaftlichen Aspekte eines Großprojekts sowie den Auswirkungen auf die Kostenbudgetierung des Vorhabenträgers sicherzustellen und damit eine Grundlage für fundierte Entscheidungen über die wirtschaftlichste Option über den gesamten Projektzeitraum hinweg im Rahmen von Vergabeverfahren der öffentlichen Hand zu schaffen. Darüber hinaus dienen Lebenszyklusbetrachtungen dazu, die erforderlichen Finanzmittel im öffentlichen Haushalt anlassbezogen abzubilden und damit in Zeiten einer angespannten Haushaltslage auch Verwendungssicherheit zu erreichen.