Drei wichtige Verbesserungen für die Schätzung von Nutzungskosten mit LCCM-ertüchtigten Kostenmodellen
摘要
Seit den 1970er-Jahren gibt es Softwarelösungen zur parametrischen Kostenschätzung von Produkten und Dienstleistungen. Die Bundeswehr nutzt seit Langem entsprechende Werkzeuge, um die Ausgaben für Projekte im Vorfeld zu schätzen. Die bisher marktverfügbaren Lösungen legten den Schwerpunkt vor allem auf die Beschaffungskosten und weniger auf die Berechnung der Nutzungskosten. Seit der Initiative des Bundesverteidigungsministeriums für ein umfassendes Lebenswegkostenmanagement (engl. Life Cycle Cost Management (LCCM)) ist der Bedarf an verbesserten Kostenschätzungen für die Nutzungsphase gestiegen. Vor diesem Hintergrund hat die IABG mbH im Jahr 2016 begonnen, neue Anforderungen an ein verbessertes, LCCM-konformes Kostenschätzmodell zu entwickeln. Der Beitrag erklärt, wie ein derart verbessertes Werkzeug dabei hilft, die drei großen „bekannten Unbekannten“ bei der Schätzung von Nutzungskosten zu modellieren: 1) Erhöhte Ausfallraten aufgrund von Kinderkrankheiten und Alterungseffekten; 2) Zusatzaufwand bei zustandsorientierter Instandhaltung, weil in instandsetzbaren Einheiten keine Fehler gefunden werden und 3) Produktobsoleszenz und ihre Auswirkungen auf die Ersatzteilkosten. Das Ergebnis ist eine höhere Schätzqualität der Lebenswegkosten (engl. Life Cycle Cost (LCC)). Diese soll dabei helfen, optimale Auswahlentscheidungen unter besonderer Beachtung der Wirtschaftlichkeit zu treffen.