Soziale Ungleichheit und Kindheitspädagogik: Der Weg zur ungleichheitssensiblen Kindheitspädagogik
摘要
Soziale Ungleichheit wirkt sich bereits vor Schuleintritt auf die Chancen von Kindern aus, insbesondere im Bildungsbereich. Kinder aus benachteiligten Verhältnissen haben häufig erschwerten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und anregenden Lernumgebungen, was langfristig ihre Entwicklung, Teilhabechancen und soziale Mobilität beeinträchtigt (Kasüschke, 2016). In diesem Problembereich können Kindheitspädagog:innen eine entscheidende Rolle einnehmen: Sie können durch gezielte Förderung, Empathie und Sensibilität gegenüber sozialen Unterschieden dazu beitragen, herkunftsbedingten Unterschieden entgegenzuwirken. Kindheitspädagog:innen, die soziale Herkunft und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung verstehen und kritisch reflektieren, sind in der Lage, Kindern gerechtere Bildungs- und Entwicklungschancen zu bieten (Kluczniok, 2017). Der Beitrag verfolgt das Ziel, einen Überblick über soziale Ungleichheiten in der Kindheit zu bieten und eröffnet zugleich Facetten ungleichheitsensiblen Handelns für frühpädagogische Fachkräfte. Hierfür werden anhand von drei Ansatzpunkten (Armuts-, Lebenswelt- und Habitussensibilität) Möglichkeiten für die kindheitspädagogische Praxis erarbeitet, um sozialer Ungleichheit entgegenzuwirken.