Frühe MINT-Förderung als Basis für forschendes Lernen
摘要
„Gute Bildung ist entscheidend dafür, selbstbestimmt zu leben und verantwortungsvoll zu handeln, Chancen zu nutzen und Herausforderungen zu begegnen. In der modernen, digital geprägten Welt kommt dabei der MINT-Bildung eine zentrale Rolle zu. Denn Technik und Informatik, digitale Anwendungen und Dienstleistungen prägen Alltag und Beruf auch derjenigen, die nicht in einem MINT-Beruf arbeiten“ ist im MINT-Aktionsplan des BMBF zu lesen (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2019). Gleichzeitig weist die BDA in ihrem MINT-Frühjahrreport 2023 auf den weiterhin hohen Fachkräftemangel in MINT-Berufen hin (Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, 2023). Zwar wird auch heute noch die Bildung in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik oftmals der Schule zugeordnet, aber in Fachkreisen ist man sich einig, dass eine MINT-Förderung in allen Bildungsetappen stattfinden sollte (Acatech & Körber-Stiftung, 2021), mit dem generellen Ziel, Kinder für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ein vorhandenes Interesse an diesen Disziplinen weiter auszubauen und zu stärken (Cavelti im Fachzeitschrift für Kindergarten und Unterstufe 5:20–21, 2018). Dementsprechend ist die MINT-Frühförderung auch in allen Bildungsplänen der Bundesländer verankert (Steffensky im Frühe naturwissenschaftliche Bildung, 2017), aber die Vorgaben zur Umsetzung differieren von Bundesland zu Bundesland und oftmals fehlen konkrete Handlungsanweisungen. Somit verwundert es nicht, dass Angebote im MINT-Bereich noch nicht in allen Kindertagesstätten zum alltäglichen Bildungsangebot gehören. In diesem Beitrag wird zunächst ein Überblick über Inhalte und Ziele einer frühen MINT-Bildung gegeben und anschließend auf konkrete Umsetzungsmöglichkeiten von MINT-Angeboten eingegangen, mit dem Ziel, die frühe MINT-Förderung populärer zu machen und Fachkräfte bei der Bildungsarbeit in diesem Bereich zu unterstützen.